I-reen: Funk für Kopf und Tanzbein

Die drei Damen und acht Herren der Band I-reen sorgen mit ihrem anspruchsvollen Funk mit Jazz- und Rock-Einflüssen für Tanzstimmung.

Ulrich Musa-Rois Erstellt am 20. September 2021 | 05:29
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Lisa Simhofer, Irene Fellner, Iris Singer (erste Reihe, von links), Stefan Niklas, Martin Mondl, Roland Eslitzbichler, Gerhard Vorauer (zweite Reihe, von links), Hannes Mayrhofer, Jonny Leonhartsberger, Christian Hrubes und Christian Weidinger (dritte Reihe, von links) sind zusammen I-reen – funkyfying music club.
Foto: Diana Bachler

I-reen ist eine Band rund um Lead-Sängerin Irene Fellner, die unter dem Motto „funkyfying music club“ gerade dabei ist, die Bühnen der Region zu erobern. Der Waidhofner Gitarrist und Mitbegründer der Band Roland Eslitzbichler erzählt über die Anfänge und aktuelle Pläne des jungen Projekts.

Der zündende Funke für die Bandgründung war ein Treffen zwischen Roland Eslitzbichler und der aus dem Kleinkunst- und Jazz-Bereich bekannten Ruprechtshofer Sängerin Irene Fellner. „Wir sind uns im Frühjahr 2019 in dem privaten Jazzclub L5 in Ybbs über den Weg gelaufen. Ich komme ursprünglich mehr so aus dem Bluesrock- und Funk-Bereich, Irene mehr aus dem Jazz- und Kabarett-Bereich, aber wir haben eigentlich die gleiche Idee gehabt, und zwar wollten wir eine lässige, klassische Funk-Band gründen“, erinnert sich Roland Eslitzbichler.

Nachdem also die Idee zur Bandgründung geboren war, bestand die erste Herausforderung darin, die geeignete Besetzung dafür zu finden, wie Eslitzbichler weiter erzählt: „Wir haben festgestellt, dass es ziemlich schwierig ist, elf Leute zu finden, die nicht nur kurzfristig an einem Projekt interessiert sind, sondern wirklich Teil einer Band sein wollen. Das hat gedauert, das haben wir aber mit den elf Leuten, die jetzt dabei sind, gefunden.“

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Gitarrist Roland Eslitzbichler (vorne) und der vierköpfige Bläsersatz, bestehend aus Hannes Mayrhofer, Jonny Leonhartsberger, Christian Weidinger und Christian Hrubes (von links), sind nur ein Teil des insgesamt elfköpfigen Ensembles.
Diana Bachler

Martin Mondl aus Mank konnte als Bassist gewonnen werden, über ihn kam der Wieselburger Stefan Niklas am Schlagzeug dazu, Gerhard Vorauer aus Ried im Innkreis übernahm den Posten des Pianisten und schreibt auch die Arrangements für den Bläsersatz. Diese werden dann noch von Jonny Leonhartsberger, dem bekannten Jazz-Saxofonisten aus Fernschnitz, feinjustiert.

Den Bläsersatz vervollständigen der Waidhofner Posaunist Hannes Mayrhofer und zwei Trompeter: Christian Weidinger aus Kleinreifling und Christian Hrubes aus Steyr. Mayerhofer, Weidinger und Hrubes sind auch beim Blasmusikverein Kleinreifling gemeinsam aktiv. Als Background-Sängerinnen wurden die beiden St. Pöltnerinnen Iris Götzinger und Lisa Simhofer engagiert. In dieser Besetzung begann die Band dann also im Herbst 2019 zu proben und entwickelte schnell ein Gespür für die musikalische Richtung, die sie einschlagen wollte.

Eslitzbichler beschreibt den Sound von I-reen folgendermaßen: „Es ist durchaus ein anspruchsvolleres Funk-Programm für den geneigten Hörer, aber was wir auf jeden Fall durchgängig haben, ist der Groove. Es gibt manchmal jazzige Attitüden und Soul-Elemente, manchmal wird es etwas rockig, aber was durchgängig bleibt, ist der Groove des Funk.“ Kaum waren aber eine passende Besetzung gefunden und die ersten Proben absolviert, ergab sich ein neues Problem für die Band.

Schwierige Situation durch Pandemie

„Im Herbst 2019 haben wir dann eben zu proben begonnen, wurden dann aber durch die Lockdowns ausgeknockt, die der Reihe nach gekommen sind. Wir haben während der Lockdowns keine einzige Probe gemacht, wir waren eine der Bands, die aufgrund der gesetzlichen Vorgaben tatsächlich nicht proben konnten. Auch in den kurzen Lockdownpausen war es schwierig, weil dann jeder Nachholbedarf hat, was er alles erledigen muss“, berichtet Eslitzbichler.

Nach fast einem Jahr ergab sich dann aber doch eine Gelegenheit für den ersten Auftritt von I-reen: „Das war im Oktober 2020 im alten Kino in Mank, auch in einer Lockdownpause. Das war für uns aber ganz wichtig, dass wir uns einfach einmal als Band auf einer Bühne gespürt haben, wie wir miteinander funktionieren, und das war für jeden so ein positives Erlebnis, dass wir das alle bejaht haben und diese Bejahung auch in den dritten Lockdown mitgenommen haben, wieder gewartet haben und jetzt vor Kurzem im Sommer erst wieder zu proben angefangen haben.“

Gerade unter diesen Umständen freut es die Band besonders, dass sie einen vollen Terminkalender für die nächsten Monate vorweisen kann. Unter anderem stand zum Zeitpunkt unseres Gesprächs ein Auftritt bei der Gala des Oberösterreichischen Landesverbands des Roten Kreuzes in Steyr unmittelbar bevor. Am 13. November werden I-Reen im MozArt in Amstetten gastieren und für die Ybbsiade 2022 sind sie bereits für die Hauptbühne gebucht. Ganz besonders freut sich die Band auch auf ihren Auftritt Ende Jänner 2022 im Plenkersaal in Waidhofen.

„Es ist schon toll, wenn man vom Fleck weg für so schöne Auftritte gebucht wird“, freut sich Eslitzbichler über das positive Feedback. Vor Kurzem drehten I-reen auch einen Video-Teaser im WiewerK creative studio in Pöchlarn, der bald veröffentlicht werden soll.