Informativer Bio-Genussabend im Kristallsaal. Der Verein BIO Austria und die BioRegion Eisenstraße luden zum Bio-Genussabend in den Kristallsaal. Lesung von Biorama-Herausgeber Thomas Weber.

Von Laura Aigner. Erstellt am 27. Februar 2019 (04:12)

Von einer „enkeltauglichen“ Zukunft sprach Otto Gasselich, Obmann von BIO Austria NÖ und Wien, vor rund 100 Besuchern zum Auftakt des BIO-Genussabends am vergangenen Mittwoch im Kristallsaal des Waidhofner Rothschildschlosses. Gemeinsam mit der BioRegion Eisenstraße und der Stadt Waidhofen hatte der Verein zu einem Infoabend zum Thema Bio-Landwirtschaft geladen.

25 Prozent biologische Landwirtschaft

Gasselich führte in den Abend mit einer optimistischen Bilanz ein: 1998 seien nur 10 Prozent der österreichischen Landwirtschaft biologisch genutzt worden, mittlerweile seien es 25 Prozent. Ziel sei es jedoch, immer weiter für eine „enkeltaugliche“ Zukunft zu arbeiten. Der Dank des Bio-Vereinsobmanns richtete sich sowohl an die Biobauern als auch an die Konsumenten, die diese Zahlen erst ermöglicht hätten.

Als Biohauptstadt habe es sich Waidhofen zum Ziel gesetzt, „einen achtsamen Gedanken weiterzuspinnen“, meinte Bürgermeister Werner Krammer anschließend. Gelungen sei dies in der Ybbstalmetropole bisher mit Projekten wie dem Bürgergarten in der Innenstadt oder Gemeinschaftsgärten auf der Zell und am Rabenberg.

Danach stellte Thomas Weber, Herausgeber des Magazins Biorama, sein Buch „Ein Tag hat 100 Punkte“ vor. Der Autor widmet sich darin Fragen rund um die Themen Bio und Nachhaltigkeit.

In der darauffolgenden Diskussion kamen unter anderem Zweifel auf, wie sehr man sich noch auf den Bio-Begriff verlassen könne. Weber sieht dies optimistisch, für ihn ist das Label Bio eine Chance, Konsumenten Mut zu machen, nachhaltig und dennoch genussvoll zu leben. Zwar kritisiert er die europäischen Richtlinien als teilweise zu schwach, er ist jedoch der Meinung, dass konventionell hergestellte Produkte ökologisch noch viel mehr Schaden anrichten würden.

Das Highlight des Bio-Genussabends war die abschließende Vorstellung von Biobetrieben an der Eisenstraße durch BioRegion-Eisenstraße-Sprecherin Leopoldine Adelsberger und die Verkostung von Bio-Spezialitäten. Von Fleisch- und Wurstspezialitäten aus Hohenlehen und Wagyu-Rindfleisch aus Haag über „Käsewölfe“ aus Wolfpassing bis zu diversen Nusskern-Variationen von „Nussland“ und dem „SchmiedRadler“ der Schmiedmostbauern war da alles dabei. Am 23. Juni findet die Kooperation von Bio Austria, BioRegion Eisenstraße und Stadt Waidhofen mit einem Eisenstraße-Bio-Naschmarkt am Hohen Markt ihre Fortsetzung.

Umfrage beendet

  • Legt ihr Wert auf Bioprodukte?