Klimaprotest gegen den Landverbau. Am 6. Juli demonstriert man in Waidhofen gegen die hohe Bodenversiegelung.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 29. Juni 2019 (04:54)
NÖN-Archiv/Hofbauer
Der nächste Protest für eine nachhaltigere Klimapolitik findet am Samstag, 6. Juli, statt. „Gerade jetzt, kurz vor den Neuwahlen, ist es wichtig, Druck auf die künftige Regierung zu machen“, sagt Raphael Kößl

„Unser Planet kämpft ums Überleben und braucht ein Netzwerk der Hilfe. Jede und jeder ist dabei gefordert“ – das sagte Franz Kößl in seiner Rede beim letzten Klimaprotest. Dieses „Netzwerk der Hilfe“ will man in Waidhofen schaffen, unter anderem, indem man jeden Monat für eine nachhaltige Klimapolitik auf die Straße geht – und das im Juli zum bereits vierten Mal.

Der vierte Klimaprotest findet am Samstag, 6. Juli, statt. Zentrales Thema ist dieses Mal die Bodenversiegelung. „Wir fordern, mit den fruchtbaren Böden in Österreich viel sensibler umzugehen. Leider ist es so, dass Österreich im Zubetonieren von Grünland Weltspitze ist“, sagt Organisationsteammitglied Lucia Kößl.

Mit 12,9 Hektar pro Tag – umgerechnet 20 Fußballfelder – wird in Österreich mehr Fläche als in jedem anderen europäischen Land versiegelt. „In Städten ist die Bodenversiegelung besonders weit fortgeschritten. Gerade dort braucht es aber Maßnahmen wie Schattenbäume oder ‚grüne Inseln‘ wie Parks“, sagt Georg Wagner. Jakob Kößl, der sein Masterstudium an der Universität für Bodenkultur abgeschlossen hat, pflichtet dem bei: „Bäume und Fassadenbegrünungen sind die effektivsten Klimaanlagen in einer Stadt. Sie sorgen dafür, dass kühlende Feuchtigkeit abgegeben wird und durch ihren Schatten tragen sie dazu bei, dass sich Städte untertags gar nicht so stark erhitzen können.“

Treffpunkt für den vierten Klimaprotest ist wieder um 11.15 Uhr beim Viaduktparkplatz. Danach zieht der Protestzug über die Mühlstraße und den Unteren Stadtplatz bis zum Freisingerberg, wo die Abschlusskundgebung stattfindet. Begleitet wird der Protest diesmal von Sigrid Horn, der Gewinnerin des FM4-Protestsongcontests 2019. Natürlich hofft man wieder auf viele Mitstreiter. „Beinahe täglich erreichen uns Nachrichten, die zeigen, dass die Klimakrise voll da ist“, sagt Elisabeth Austaller. „Deshalb fordern wir alle Menschen auf, sich unseren Protesten anzuschließen, damit die Regierungen dieser Welt endlich die notwendigen Maßnahmen setzen, um der Klimakatastrophe noch entgehen zu können.“