Knalleffekt: Knoll wechselt zur UWG

Erstellt am 12. Dezember 2021 | 12:49
Lesezeit: 3 Min
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Karl-Heinz Knoll ist aus der FPÖ ausgetreten und führt die UWG in die Gemeinderatswahl 2022.
Foto: Kössl
Waidhofen/Ybbs: Der langjährige freiheitliche Gemeinderat Karl-Heinz Knoll führt im Jänner die UWG als Spitzenkandidat in die Gemeinderatswahl.
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Knalleffekt im Vorfeld der Waidhofner Gemeinderatswahl 2022: Der langjährige Waidhofner FPÖ-Gemeinderat Karl-Heinz Knoll verlässt die Freiheitliche Partei und geht im Jänner als Spitzenkandidat für die UWG ins Rennen.

Noch vor zwei Monaten wollte Knoll als Spitzenkandidat für die Waidhofner FPÖ antreten, doch die Bezirkspartei tauschte ihn gegen den ehemaligen geschäftsführenden Waidhofner FPÖ-Obmann Josef Gschwandegger aus. Dieser steht für einen deutlich kantigeren Kurs. Grund für den Wechsel dürfte auch Knolls Haltung pro Corona-Impfung gewesen sein.

Gegen impfskeptische FPÖ-Linie

Ende der Woche zog der FPÖ-Fraktionssprecher im Waidhofner Gemeinderat nun einen Schlussstrich. Nach 20 Jahren für die FPÖ im Waidhofner Gemeinderat und etwa 30-jähriger Parteimitgliedschaft trat der freiheitliche Fraktionssprecher am Freitag aus der FPÖ aus. „Ich konnte die impfskeptische Linie der FPÖ nicht mehr mittragen“, sagt Knoll. „Aggression, Falschinformationen und Hetze sind für mich der falsche Weg.“ Natürlich spiele auch eine gewisse Enttäuschung darüber, dass er als Spitzenkandidat abmontiert worden sei, mit, gibt Knoll zu. „Ausschlaggebend war aber die impfskeptische Linie der FPÖ. Das geht völlig gegen meine Anschauungen.“ Die für heute Sonntag von Gschwandegger in Waidhofen organisierte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen sei schließlich das Tüpfelchen auf dem i gewesen.

Der Kommunalpolitik kehrt Knoll aber keineswegs den Rücken. Er übernimmt nun die Bürgerliste UWG von Michael Elsner und führt dieses als Spitzenkandidat in die Gemeinderatswahl 2022. Elsner hatte ja gegenüber der NÖN angekündigt, aus beruflichen Gründen nicht mehr mit der UWG antreten zu wollen. Falls sich aber jemand fände, der das übernehmen wolle, sei er bereit, die Partei zu übergeben. Karl-Heinz Knoll macht das nun. Was ihm noch fehlt, sind Mitstreiter. "Wer sich dieser Unabhängigen Wahl Gemeinschaft anschließen will, ist herzlich eingeladen, sich zu melden um mit mir gemeinsam die wichtige Aufgabe der Kontrolle im Gemeinderat auszuüben", sagt der neue UGW-Spitzenkandidat.

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