Kurzfilmfest zum Mitvoten. Am Freitag, 16. Oktober, lädt der Verein Filmzuckerl zum Kurzfilmfest in die Filmbühne Waidhofen/Ybbs.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. Oktober 2020 (05:13)

Am Freitag, 16. Oktober, lädt der Verein Filmzuckerl um 20 Uhr zur ersten Ausgabe des Kurz.Film.Zuckerl in die Filmbühne Waidhofen. Dabei werden zwölf hochkarätige Kurzfilme von Filmemacherinnen und Filmemachern aus ganz Österreich auf der großen Leinwand zur Aufführung gelangen. Vom Spielfilm über den Dokumentarfilm und den Animationsfilm bis hin zum Experimentalfilm und dem Musikvideo werden dabei alle Genres abgedeckt. 50 Filme wurden für das Kurzfilmfestival eingereicht. Die besten davon werden aufgeteilt auf zwei Blöcke im Rahmen eines abendfüllenden Programms am 16. Oktober präsentiert.

Mit seinen zwei Kürzestfilmen „Freiland“ und „Arise“ geht Andreas Haider an den Start. Eine zaghafte Annäherung zwischen Vater und Sohn zeigt Adriana Mrnjavac in ihrem Spielfilm „Fischstäbchen“. In „Ganz schön umständlich“ von Manuel Hüttner verliebt sich der stets einsame Lukas in die unkomplizierte Lina und hat eine Begegnung der besonderen Art. In „Frisch“ von Tim Oppermann will Max nach dem Sport in einer Sauna vom Alltagsstress ablassen. Dabei tauchen aber ganz neue Probleme auf. „Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin“, nennt sich der Kurzspielfilm von Bernhard Wenger, der einem schwedischen Paar beim Wellnessurlaub in den österreichischen Bergen folgt. Ein weiterer Spielfilm kommt von Raphaela Schmid. In „Ene Mene“ beginnt alles mit einem Unfall. Die kleine Paula stößt unabsichtlich, bei dem Versuch, den Hamster ihrer Schwester Anna zu füttern, das Tier mit seinem Käfig aus dem Fenster.

„Beim Kirtag ziehen sich alle nur das Dirndl an“ nennt sich die Dokumentation von Julia Polzer und Yusuf Ahmed Mohamed, die auf den Neustifter Kirtag führt. Experimentelles kommt von Verena Mayrhofer. Sie widmet sich in „Regionalitäten“ dem Mostviertel. Der Experimentalfilm „Spinnenflug“ von Gudrun Fürlinger wiederum ist eine Auseinandersetzung mit zwei Fotoalben, welche die Mutter der Regisseurin angelegt hat.

Mit „The Outlander“ von Ani Antonova hat man auch einen Animationsfilm im Programm: Der Film erzählt von dem Elefant Süleyman, der im 16. Jahrhundert eine lange Reise von Ceylon nach Portugal und weiter nach Wien unternimmt.

Publikum darf seinen Lieblingsfilm küren

Den Abschluss des Kurzfilmfestivals macht ein Musikvideo von Alexander Peskador. Mit ihrer Single „African“ und dem dazugehörigen Kurzfilm „Defamation of Personality“ setzt die Band Bagage ein Statement gegen Rassismus und Zynismus.

Nach der Vorführung der Kurzfilme gibt es eine Preisverleihung. Den mit 1.000 Euro dotierten Hauptpreis vergibt eine hochkarätige Fachjury, bestehend aus Schauspieler Manuel Rubey, Regisseurin Nina Kusturica, Cutter Gernot Grassl, Tonmeister Andreas Hamza und Filmkritikerin Alexandra Zawia. Zusätzlich vergibt das Publikum des Abends den von der Stadt Waidhofen zur Verfügung gestellten und mit 800 Euro dotierten Publikumspreis.