Kurzfilmfestival: Hauptpreis für „Der Wächter“

Jurypreis für Albin Wildner beim zweiten Kurz.Film.Zuckerl des Vereins Filmzuckerl in der Filmbühne Waidhofen. Publikumspreis für „Die Waschmaschine“ von Dominik Hartl.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:20

Eine gelungene Fortsetzung erlebte das Kurz.Film.Zuckerl des Vereins Filmzuckerl am Freitagabend in der Filmbühne Waidhofen. Gezeigt wurde bei der zweiten Auflage des Kurzfilmfestivals, das im Vorjahr zum ersten Mal über die Bühne ging, wieder ein vielfältiger Querschnitt des heimischen Kurzfilmschaffens der letzten drei Jahre. Dieser reichte vom Spielfilm über den Animationsfilm bis hin zum Musikvideo. Rund 50 österreichische Kurzfilme wurden heuer für das Festival eingereicht. Daraus wählte der Verein Filmzuckerl zehn der besten Arbeiten aus. Am Freitag kamen sie nun auf der großen Leinwand zur Aufführung, wo sie ihre volle Wirkkraft erst so richtig entfalten konnten.

Reisecker und Grassl übergaben Preis

Im Rahmen des Kurz.Film.Zuckerl wurden auch wieder zwei Preise vergeben. Der mit 1.000 Euro dotierte Hauptpreis, der von einer Fachjury vergeben wurde, ging an den Spielfilm „Der Wächter“ von Albin Wildner. Darin greift der Regisseur die Themen Arbeitslosigkeit im Alter und häusliche Pflege auf und verbindet sie zu einemakribisch recherchierten, vielschichtigen Sozialdrama, das von einem großartigen Schauspieler-Ensemble getragen wird und bei dem trotz aller Dramatik am Ende dennoch ein Hoffnungsschimmer aufblitzt. Die Jurymitglieder Michael Reisecker und Gernot Grassl übergaben den Preis an Regisseur Albin Wildner, der in der Filmbühne von der Arbeit an seinem Film erzählte.

Auch die Zuschauer hatten die Möglichkeit, ihren Lieblingsfilm zu küren. So ging der mit 800 Euro dotierte Publikumspreis, der von der Stadt Waidhofen zur Verfügung gestellt wurde, an „Die Waschmaschine“ von Dominik Hartl, der erst kürzlich auch mit dem Österreichischen Kurzfilmpreis ausgezeichnet worden war.