Leitprojekt für Bene-Areal ausgewählt. Elf Projektideen für Bene-Areal auf Zell wurden der Öffentlichkeit präsentiert und diskutiert. Fachjury wählte Leitprojekt und ergänzendes Projekt aus.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 29. Januar 2020 (03:24)
Elf Vorschläge für die Nutzung des Bene-Areals wurden präsentiert. Das ausgewählte Leitprojekt stammt vom Architekturbüro HALLE 1.
Kössl

Die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Bildung sollen am ehemaligen Bene-Areal auf der Zell miteinander verknüpft werden. Wie dieser Beta-Campus ausschauen könnte, darüber machten sich elf namhafte Architekturbüros ihre Gedanken. Sie nahmen am Architekturwettbewerb teil, den die Wohnbaugenossenschaft Alpenland, als Besitzerin des Areals, ausgeschrieben hatte.

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Am vergangenen Freitag präsentierten sie ihre Überlegungen im Kristallsaal des Rothschildschlosses der Öffentlichkeit. Diese soll im Rahmen eines „kooperativen Verfahrens“ in die Auswahl des Siegerprojekts eingebunden werden. Durch den Abend führte Architekturjournalistin Franziska Leeb. „Dieses Projekt ist eine Jahrhundertchance für die Zell“, betonte Bürgermeister Werner Krammer und Architekt Ernst Beneder, welcher der Fachjury des Architekturwettbewerbs vorsitzt, meinte: „Es ist mir als Zeller ein besonderes Anliegen, dass dieses Areal einer neuen Nutzung zugeführt wird.“ Im Anschluss an die Präsentation der Projekte standen die Architekten für Fragen des Publikums zur Verfügung, ehe in einer großen Runde weiterdiskutiert wurde.

Verkehrsaufkommen für Anrainer großes Thema

Vor allem der Verkehr war dabei ein Thema. „Uns ist bewusst, dass das Verkehrsaufkommen in Zell für die Anrainer eine Belastung darstellt“, sagte Bürgermeister Werner Krammer und kündigte an, nach 2016 das Verkehrsaufkommen neu evaluieren zu wollen.

Als Leitprojekt für die weitere Bearbeitung wählte die Jury schließlich den Vorschlag des Salzburger Büros HALLE 1 aus. Seine einladende Geste zum Kirchenplatz und ineinander übergehende und sich verschränkende Freiräume, die eine freundliche Wegeverbindung zur Moysesstraße anbieten, hätten dieses Projekt ausgezeichnet, meinte Beneder. Mit dem Projekt des Architekturbüros Hertl aus Steyr stellte die Jury diesem Leitprojekt ein weiteres hinzu. Dieses zeichne sich vor allem durch seine Vorschläge für die Werkhalle 3 aus, heißt es seitens der Jury. Die Projekte werden nun in Abstimmung mit den Nutzerinteressen und den Anregungen der Besucher überarbeitet. Ende März ist mit einem Resultat zu rechnen, das neuerlich der Jury vorgestellt wird.