„My Fair Lady“ bei den Schlosshofspielen. Volksbühne bringt heuer „My Fair Lady“ in Waidhofen zur Aufführung.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 20. Juni 2019 (04:23)
Leo Lugmayr
Der Hund spielt nicht mit, sondern er ist Bürgermeister Werner Krammer beim Foto zugelaufen. Er freut sich aber mit Hauptdarstellerin Karin Komatz (Eliza Doolittle), Regisseurin Uschi Nocchieri und Volksbühne-Obmann Alexander Riess (v.l.) auf die Premiere am 5. Juli.

In der 66. Auflage der Waidhofner Schlosshofspiele wartet die Waidhofner Volksbühne mit „My Fair Lady“, einem der berühmtesten Stücke der Musicalgeschichte, auf. Die Geschichte um das Mädchen mit dem furchtbaren Akzent, für das Audrey Hepburn als Filmgesicht unvergesslich bleiben wird, wird seit acht Jahrzehnten in unterschiedlichen Fassungen auf den Operettenbühnen der Welt gespielt.

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Schlosswirt Andreas Plappert wird wieder ein passendes Theaterbuffet zusammenstellen: es grünt so grün mit Spargel.

In Waidhofen haben sich die Volksbühne und Regisseurin Uschi Nocchieri des Stoffs angenommen und damit eine Herausforderung gesucht. „Es ist ein völlig anderes Level, das wir hier bespielen“, sagt die Regisseurin, die die im Original kraftvoll-vulgäre Sprache im Cockney-Akzent in derben Wiener Slang umgeschrieben hat. „Ich habe das Stück in Richtung der Volksbühne, in Richtung des Waidhofner Publikums und in Richtung der Erwartungen hin entwickelt“, umschreibt Nocchieri ihre sprachlichen und dramaturgischen Eingriffe.

Als musikalische Komödie sieht sie die nun vorliegende Version, mit all den Ohrwürmern wie „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“ oder „Bringt mich pünktlich zum Altar“, die das Ensemble im Original singen wird.

Die Ansprüche an die tragenden Rollen sind hoch: Otmar Pils – seit 2008 Mitglied der Volksbühne und bereits in seiner 20. Rolle im Einsatz – wird den Professor Higgins geben, der sich dem Experiment verschreibt, aus Eliza Doolittle eine feine Dame zu machen. Mit Karin Komatz als Eliza und Thomas Krall als Wettpartner Oberst Pickering in den weiteren Hauptrollen ist man auch hier gut aufgestellt.

Für Volksbühne-Obmann Alexander Riess ist die Wahl des Stücks ein Treffer. „Perfekt für unsere zweistöckige Bühne, perfekt für unser Publikum, das erwartet, dass wir immer wieder neue Wege versuchen.“

Die Volksbühne schafft es immer wieder, mit neuen Themen und neuen Ansätzen kulturell und thematisch den Blick über den Tellerrand zu werfen.“

Premiere am 5. Juli geplant

Bürgermeister Werner Krammer sieht in den Schlosshofspielen gar „die Urmutter aller Kultursommer“. „Die Volksbühne und das Schauspiel haben in Waidhofen lange Tradition. Die Volksbühne schafft es immer wieder, mit neuen Themen und neuen Ansätzen kulturell und thematisch den Blick über den Tellerrand zu werfen.“

Apropos Tellerrand: Schlosswirt Andreas Plappert bietet auch heuer wieder eine Gourmet & Logenkombi an (Reservierung 07442/53657). Etwa englische Küche? „Keine Angst: Es grünt so grün, wenn Spargel, Roastbeef sowie saisonale und regionale Schmankerl am Buffet Blüten treiben werden“, gibt sich der Schlosswirt polyglott.

Die Premiere ist für Freitag, 5. Juli, 20 Uhr, angesetzt und praktisch ausverkauft. Zwölf weitere Vorstellungen folgen bis 27. Juli, darunter eine Ladies’ Night, bei der die Damen mit einem Prosecco verwöhnt werden.