Neue Führung der Bäuerinnen gewählt. Die neue Bezirksbäuerin Gerlinde Hirtenlehner will das Image der Agrarprodukte stärken.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 14. November 2019 (03:21)
Stellvertreterin Esther Hejj-Helmel, Bezirksbäuerin Gerlinde Hirtenlehner, Schriftführerin Michaela Lueger und Kassierin Bernadette Haselsteiner (v.l.) stellen das neue Führungsteam der Bäuerinnen im Bezirk.
Lugmayr

Im vollen Saal des Gasthauses Kerschbaumer wählten die Ortsbäuerinnen des Bezirks ihren neuen Bezirksvorstand. Nach 15 Jahren engagierter Leitung legte Leopoldine Hirtenlehner aus Konradsheim ihr Amt zurück. Einstimmig zur Nachfolgerin gewählt wurde die Waidhofnerin Gerlinde Hirtenlehner vom Hof „Eichenbauer“ in Zell, die nur zufällig den gleichen Familiennamen trägt.

Die dreifache Mutter mit Kindern im Alter von 16, 18 und 20 Jahren will großes Augenmerk darauf legen, dass die bäuerlichen Produkte der Region in das richtige Licht gerückt werden. „Die Einführung einer klaren Herkunftsbezeichnung für unsere hochwertigen landwirtschaftlichen Produkte wird in Zukunft ein wichtiger Punkt und eine Überlebensfrage für die Bauern in der Grünlandregion sein“, sagt die engagierte Bezirksbäuerin, die ihren 40. Geburtstag noch nicht gefeiert hat.

Als einen zweiten wichtigen Punkt in ihrer künftigen Arbeit als Bäuerinnenvertreterin nennt sie die Einbeziehung der jungen Generation in die Standesvertretung. „Wir müssen die Jugend motivieren, Verantwortung für den ländlichen Raum zu übernehmen und mit neuen Ideen die Nachfolge auf den Höfen anzutreten.“ Dabei falle gerade den Jungbäuerinnen eine große Verantwortung zu.

Gerlinde Hirtenlehner bewirtschaftet mit ihrem Mann einen Hof mit Biomilch-Viehbetrieb mit eigener Nachzucht am Waidhofner Arzberg. Sie wurde mit ihrem Vorstand auf fünf Jahre gewählt. Ihr zur Seite stehen als Stellvertreterin Esther Hejj-Helmel aus St. Georgen/Reith, Michaela Lueger als Schriftführerin und die neue Vereinskassierin Bernadette Haselsteiner. Weiters im Vorstand: Edeltraud Ritt als Pressereferentin, Brigitte Edlinger als Schriftführerin-Stellvertreterin und die Rechnungsprüferinnen Eva Haselsteiner und Monika Rosner.

Abschiedsapplaus für Poldi Hirtenlehner

Die scheidende Bezirksbäuerin Leopoldine Hirtenlehner hat die Geschicke des Vereins 15 Jahre geleitet. In ihre Amtszeit fällt eine Unzahl an Aktivitäten und Veranstaltungen. Ihr Engagement für die Aufpolierung des Images landwirtschaftlicher Produkte ist längst legendär.

Bis nach Wien und in die dortigen städtischen Kindergärten und Volksschulen ist sie mit ihrer „Milli“-Kuhattrappe gereist, um Marketing für Milchprodukte zu machen. „Sie war in den Abteilungen der Landesregierung ein Begriff, wenn sie für die Grünlandbäuerinnen vorstellig wurde“, sagte Landtagsabgeordneter Anton Kasser.

Der erst kürzlich gewählte Obmann der Bezirksbauernkammer Mario Wührer war sich sicher: „Leopoldine Hirtenlehner war nimmermüde Motivatorin in der Imagearbeit ländlicher Ideen. Gerlinde Hirtenlehner wird den Weg weitergehen und auf Erreichtem aufbauen können und eigene Ziele formulieren und verfolgen.“