Neues Bildungsangebot gestartet

Mit Beginn dieses Schuljahrs konnten die Schüler des ersten Jahrgangs des Projekts Freiraum.Klasse im Schulzentrum Plenkerstraße in Waidhofen/Ybbs begrüßt werden.

NÖN Redaktion Erstellt am 28. September 2021 | 05:57
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Bürgermeister Werner Krammer, Martin Helm (Leiter Geschäftsbereich Bauservice und Infrastruktur), Pädagogin Maria Hönickl, Direktorin Ruth Salamon, Pädagogin Julia Bösendorfer und Initiatorin Elisabeth Lietz (von links) feierten mit den Kindern die Eröffnung der Freiraum.Klasse.
Foto: Magistrat

Mit dem Beginn des neuen Schuljahrs Anfang September startete auch das Projekt Freiraum.Klasse – ein alternatives, ganztägiges Bildungsangebot für Kinder ab sechs Jahren – in sein erstes Jahr.

Umgesetzt wurde das Projekt auf Initiative einer Mutter, der Waidhofnerin Elisabeth Lietz, gemeinsam mit der Direktorin der Volksschule Plenkerstraße, Ruth Salamon und der Direktorin der Wirtschafts- und Musikmittelschule Waidhofen, Doris Aigner. Die NÖN berichtete.

Bürgermeister Werner Krammer freut sich, dass das Konzept jetzt umgesetzt werden konnte: „Wir wollen offen bleiben für neue Ideen und Anliegen aus der Bevölkerung, für Projekte, die wir mit den Menschen gemeinsam entwickeln. Dieses Konzept zeigt, dass Leben voller Möglichkeiten eines beinhaltet: die Möglichkeit, neue Wege zu gehen. Deshalb ist uns der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und ihr Blick auf unsere Stadt so wichtig.“

Das Konzept der Freiraum.Klase basiert auf der Reformpädagogik von Montessori und Wild ebenso wie auf aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung und den Erfahrungen der Pädagogin Margret Rasfeld. Weitere Schwerpunkte sind Lernen in der Natur, lebendige Demokratie und achtsame Kommunikation.

Der Unterricht ist jahrgangsübergreifend, das heißt, ältere und jüngere Kinder lernen eingeteilt in die drei Gruppen „Primaria 1“, „Primaria 2“ und „Sekundaria“ gemeinsam.

Im eigens eingerichteten Bereich im Schulzentrum Plenkerstaße gibt es keine klassischen Klassenzimmer, sondern Räume, die einem bestimmten Thema zugeordnet sind – zum Beispiel Mathematik, Sprachen oder Kunst. Die Umgebung ist dabei so gestaltet, dass sie zum selbstständigen Lernen einlädt.

Zusätzlich gibt es etwa am Buchenberg von den Kindern frei gestaltbaren Naturraum.

„Alles, was wir selbst erforschen, erfinden und begreifen, führt zu echtem Wissen“, erklärt Initiatorin Elisabeth Lietz diesen Ansatz.