Schanigärten statt Parkplätzen. Stadt Waidhofen/Ybbs setzt Gebühren für Schanigärten heuer aus. Betriebe dürfen Platz vergrößern, um mehr Tische unterzubringen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 20. Mai 2020 (05:47)
Am Freitag sperrte die Innenstadtgastronomie wieder auf: Stadtrat Martin Dowalil, Bürgermeister Werner Krammer, Stadtrat Erich Leonhartsberger, Gemeinderat Karl-Heinz Knoll, Vizebürgermeister Armin Bahr und Stadtrat Peter Engelbrechtsmüller (v.l.) im Sisters-Schanigarten von Gudrun und Birgit Pendlmayr (2. und 3. v.l.).
Magistrat

Die Stadt setzt die Gebühren für Schanigärten in der heurigen Saison aus. Das soll der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am kommenden Montag beschließen.

Zudem dürfen die Waidhofner Gastronomiebetriebe heuer ihre Schanigärten ausweiten. Sie sollen die Möglichkeit haben, trotz der geltenden Abstandsregeln genauso viele Gäste im Freien unterzubringen wie bisher. Schließlich müssen die einzelnen Tische in den Schanigärten so platziert werden, dass zwischen den Besuchergruppen ein Abstand von einem Meter gewährleistet werden kann. Diese Ausweitung geht in der Innenstadt freilich auf Kosten von Parkplätzen.

Mehr Tische bedeutet weniger Parkplätze

„Wir haben das mit dem Stadtmarketing abgesprochen, da wir die heimische Gastronomie bei der Wiederöffnung ihrer Betriebe bestmöglich unterstützen wollen“, sagt Bürgermeister Werner Krammer (WVP). „Es herrscht Einigkeit darüber, dass die Gastronomie ein wesentlicher Frequenzbringer für die Innenstadt ist. Mein Credo lautet, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu steigern. Durch diese Maßnahme wird dies erreicht.“

Auch Verkehrsstadtrat Erich Leonhartsberger (SPÖ) freut sich über das Entgegenkommen des Stadtmarketings bei der Verminderung der Parkplätze und verweist auf den verkehrspolitischen Lenkungseffekt. „Der Fußgänger- und der Radverkehr bringen Frequenz in die Innenstadt. Durch diese Maßnahme wird dem Rechnung getragen“, sagt er. „Ich hoffe, dass diese Einsicht auch nach der Coronakrise bleibt.“

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