Schülerverkehr wurde optimiert. Verkehrsverbund Ostregion bessert bei Bussen von Amstetten nach Waidhofen nach.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 06. Februar 2020 (11:29)
Bürgermeister Werner Krammer und Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger freuen sich mit Florian Fasching (Schülervertreter HTL), Tobias Winklmayr (Schülervertreter HAK), Theresa Elsner (Schülervertreterin BRG) und Florian Funke (Schülervertreter HTL) (v.l.) über die Adaptierungen beim Bus- und Bahnverkehr zwischen Waidhofen und Amstetten.
Magistrat

Zu zahlreichen Änderungen im Busverkehr kam es mit Schulbeginn im gesamten Mostviertel. Grund dafür war die Neuausschreibung der Buslinien durch den Verkehrsverbund Ostregion (VOR) und ein damit einhergehendes neues Regionalbuskonzept. Was der VOR als verbessertes Linienangebot anpries, brachte für so manchen Fahrgast eine Verschlechterung mit sich. Vor allem Schüler waren davon betroffen. So fuhren etwa zwischen Scheibbs und Waidhofen plötzlich in beide Richtungen Schülerbusse nicht mehr. Nach Beschwerden von Eltern und Interventionen der Politik schob der Verkehrsverbund nach nur wenigen Wochen zusätzliche Busse ein. Die NÖN berichtete.

Probleme brachte der neue Busfahrplan aber auch beim Schülertransport von Amstetten nach Waidhofen mit sich. Auf Initiative der HTL sowie der Schülervertretungen der höheren Schulen in Waidhofen wurde daraufhin auch hier die Politik aktiv und so konnten letztlich Verbesserungen erzielt werden. Mit 20. Jänner traten sie nun in Kraft.

Busse waren bis zu 55 Minuten unterwegs

Das Problem war, dass in der Früh einer von zwei Bussen aus Amstetten meist zu spät in Waidhofen ankam. Beide Busse fahren in Amstetten nur fünf Minuten hintereinander ab, um die zahlreichen Schüler an die Waidhofner Schulen zu bringen. Dabei fuhren sie bislang eine sehr lange Route, auf der sie bis zu 55 Minuten unterwegs waren.

Seit 20. Jänner wird nun der zweite dieser Busse als Schnellbus geführt. Er fährt nicht mehr alle Stationen an und kommt somit zeitgerecht zum Unterrichtsbeginn in Waidhofen an. Auch bei den Busverbindungen retour wurde noch nachgebessert. „Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger und Bürgermeister Werner Krammer haben sich hier sehr eingesetzt“, sagt HTL-Direktor Rebhandl. „Es kam zu einem Gespräch mit VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll, der sich sehr kooperativ gezeigt hat. Ich bin sehr froh, dass diese Änderungen letztlich gelungen sind.“

Zug fährt in Amstetten zehn Minuten später ab

Verbesserungen habe man dank dem Einsatz der Politik auch bei der Zugverbindung nach Waidhofen geschafft, hält Rebhandl weiter fest. „Darum kämpfen wir schon seit einem Jahr, weil wir viele Schüler aus dem Amstettner Raum haben, die in der Früh mit dem Bus zum Bahnhof Amstetten fahren, um dort dann auf den Zug nach Waidhofen umzusteigen“, führt der HTL-Direktor aus. Oft sei es aber vorgekommen, dass sie ihren Zug dort nicht mehr erreicht hätten. Mit dem Fahrplanwechsel der ÖBB im Dezember fährt dieser Zug nun um zehn Minuten später von Amstetten ab, wodurch sich der Anschluss wieder leichter ausgeht.

„Es ist ganz wichtig, dass wir eine ordentliche öffentliche Verkehrsverbindung ins Ybbstal haben“, sagt Rebhandl. „Schließlich sind die Schüler aus dem Amstettner Raum von den Schulen rundherum heiß umkämpft.“

Von den Adaptierungen profitieren auch HTL-Schulsprecher Florian Fasching aus Ybbs sowie sein Stellvertreter Florian Funke aus Amstetten. Gemeinsam mit den Schülervertretern von HAK und BRG bedankte man sich kürzlich bei Nationalratsabgeordnetem Hanger und Bürgermeister Krammer für ihren hartnäckigen Einsatz sowie bei VOR und ÖBB für die Bereitschaft zum Nachbessern. „Mein Dank geht auch an ÖBB-Regionalmanager Michael Elsner für die gute Zusammenarbeit“, hält Stadtchef Krammer fest.

Von den Verbesserungen beim öffentlichen Verkehr profitieren rund 250 Schüler, die täglich aus der Amstettner Gegend mit Bus oder Bahn nach Waidhofen pendeln.