Schuldenstand sank 2018 um um 1,1 Millionen Euro. Gesamtschulden konnten 2018 um 1,1 Millionen Euro gesenkt werden. Dennoch kommen Investitionen nicht zu kurz.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 09. Mai 2019 (03:23)
Magistrat
Finanzstadtrat Peter Engelbrechtsmüller und der Leiter der Finanzabteilung am Magistrat Martin Grestenberger präsentieren den Entwurf des Rechnungsabschlusses 2018.

Der Entwurf des Rechnungsabschlusses der Stadt Waidhofen für das Jahr 2018 liegt nun vor. Er weist im ordentlichen Haushalt (OH) Einnahmen von 34,221 Millionen Euro und Ausgaben von 34,198 Millionen Euro auf. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 23.000 Euro. Die Abweichung zu den im Voranschlag budgetierten Gesamtausgaben von 34,092 Millionen Euro beträgt somit lediglich 0,31 Prozent.

Im außerordentlichen Haushalt (AOH) stehen Einnahmen von 3,925 Millionen Euro Ausgaben von 3,852 Millionen Euro gegenüber, woraus sich ein Überschuss von 73.000 Euro ergibt. Budgetiert waren Investitionen von 4,365 Millionen Euro.

„Wir schauen auf den Schuldenabbau, müssen aber trotzdem weiterinvestieren, um wichtige Projekte für die Zukunft in Gang zu bringen und umsetzen zu können“WVP-Finanzstadtrat Peter Engelbrechtsmüller

Einsparungen gab es bei diversen Straßensanierungen, der Straßenbeleuchtung und der Instandhaltung der Weitmannbrücke. Dafür wurde in Konradsheim ein Gehsteig errichtet und der Hohe Markt neu gestaltet. Minderausgaben gab es im Bereich der Wildbachverbauung und der Kläranlage sowie bei der Wasserversorgung. Nahezu 100.000 Euro wurden bei Katastrophenschäden eingespart, Investitionen in die Sporthalle wurden nicht getätigt und die Infrastruktur der Kunsteislaufbahn kam günstiger als veranschlagt. Außerdem wurde die geplante Spielzeugausstellung nicht im Ybbsturm, sondern im Museum umgesetzt.

Die Gesamtschulden der Stadt konnten im Jahr 2018 um mehr als 1,1 Millionen Euro gesenkt werden. Budgetiert war ein Schuldenabbau von 494.600 Euro. Innerhalb der letzten neun Jahre wurde der Schuldenstand der Stadt um insgesamt rund 5,233 Millionen Euro gesenkt – das sind durchschnittlich 581.482,40 Euro jährlich. „Wir schauen auf den Schuldenabbau, müssen aber trotzdem weiterinvestieren, um wichtige Projekte für die Zukunft in Gang zu bringen und umsetzen zu können“, betont WVP-Finanzstadtrat Peter Engelbrechtsmüller.

Das Zahlenwerk wurde vom Kontrollausschuss bereits geprüft, im Juni soll es dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.