Sporthalle bleibt stehen. Sportstätte aus den 70er-Jahren wird doch nicht abgerissen. Derzeitiges Gebäude wird um fünf Millionen Euro saniert. Bund übernimmt 70 Prozent der Kosten.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 01. August 2018 (03:00)
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Die Waidhofner Sporthalle bleibt nun doch an ihrem bisherigen Standort. Sie wird nicht abgerissen und daneben neu errichtet, sondern generalsaniert.

Die Waidhofner Sporthalle bleibt nun doch an ihrem bisherigen Platz. Ursprünglich war geplant, das schwer sanierungsbedürftige Gebäude aus den 70er-Jahren abzureißen und eine neue Halle zu errichten.

Eine Studie der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) war vor zwei Jahren zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Neubau der Sportstätte mehr Sinn als eine Sanierung mache. Um den Betrieb so lange wie möglich aufrechterhalten zu können, sollte die neue Halle am Standort des derzeitigen Kunstrasenplatzes errichtet und erst danach das alte Gebäude abgerissen werden. Anschließend wollte man auf dem jetzigen Standort der Sporthalle den Kunstrasenplatz wieder neu anlegen. Die Kosten für das Projekt wurden mit 7,1 Millionen Euro beziffert. Die NÖN berichtete.

Nun soll die Sporthalle doch nicht abgerissen, sondern saniert werden. „Das Ministerium hat nochmals Statiker beauftragt und die Sanierung des jetzigen Gebäudes einem Neubau gegenübergestellt“, berichtet Bürgermeister Werner Krammer. „Dabei ist herausgekommen, dass eine Sanierung deutlich günstiger kommt.“ Konkret geht es um eine Differenz von rund zwei Millionen Euro. Auf etwa fünf Millionen Euro werden die reinen Baukosten der Sportstättensanierung nun geschätzt.

Kostenaufteilung mit Bund geklärt

Geklärt werden konnte mittlerweile die Kostenaufteilung. Diese war zuletzt der Knackpunkt. Schließlich wird die Immobilie, die im Besitz der Stadt ist, zum Großteil von den Bundesschulen genutzt, wofür der Bund der Stadt Miete bezahlt. Nun steht fest: Der Bund übernimmt 70 Prozent der Kosten, 30 Prozent bleiben bei der Stadt. „Das Ministerium ist uns hier sehr entgegengekommen“, freut sich der Stadtchef.

„In den Gesprächen mit dem Ministerium hat sich herausgestellt, dass das Ministerium seine Kernaufgabe darin sieht, eine Dreifachhalle für den Schulbetrieb zur Verfügung zu stellen“, sagt Krammer. „Kosten für eine Tribüne, einen vergrößerten Eingangsbereich oder ein Buffet wären bei einem Neubau zu hundert Prozent bei der Stadt hängen geblieben. Indem wir jetzt sanieren, unterstützt uns der Bund auch bei diesen Dingen. Wir haben also eine Win-win-Situation.“

Vom Volumen her wird sich bei der Sportstätte nichts ändern. Die Planungsarbeiten sind am Laufen. Im September, Oktober sollen erste Ergebnisse vorliegen. Der Bürgermeister rechnet damit, dass im Frühsommer des nächsten Jahres mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden kann. Der Kunstrasenplatz neben der Sporthalle bleibt demnach auch dort, wo er ist, und wird von der Größe her ebenfalls nicht verändert. Die Erhöhung der Einzäunung entlang der Ludwig-Halauska-Straße wurde kürzlich vom Stadtsenat beschlossen.