Stadtmöblierung sorgt weiter für scharfe Kritik

Erstellt am 24. Juni 2022 | 04:49
Lesezeit: 3 Min
Neugestaltung am Unteren Stadtplatz in Waidhofen/Ybbs abgeschlossen. Facebook-Ärger über Design und weniger Parkplätze.
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Die Möblierung des Unteren Stadtplatzes im Bereich der neuen Bushaltestelle ist soeben abgeschlossen, schon regt sich in den sozialen Medien wieder scharfe Kritik.

Zur Erinnerung: Ende des Vorjahrs wurde der innerstädtische Citybusstopp am Unteren Stadtplatz wieder zurück vor das Modegeschäft Fussl verlegt und eine Holzplattform für den Einstieg errichtet. Diese sorgte auf Facebook ebenso für Häme und Kritik wie die beiden fixen Schirme, die aufgestellt wurden.

Zuletzt wurde nun die gegenüberliegende Seite neu gestaltet. Eine Viererbank mit einem Baum in einem Trog in der Mitte, wie gegenüber, wurde aufgestellt. Dahinter wurden zwei Bänke mit Rankgerüsten aus Blech und ein Fahrradständer platziert – alles im neuen Design, wie es seit zwei Jahren sukzessive Einzug in der Innenstadt hält.

Dieses Design stößt jedoch bei manchen auf große Ablehnung. Die Innenstadt werde durch die neue Möblierung verunstaltet und verschandelt, heißt es in so manchem Facebook-Kommentar. Während man auf den „Designerbankerln“ nicht bequem sitzen könne, seien die Radständer unbrauchbar, heißt es von mancher Seite. Dass die Bänke Richtung Häuserfassaden und nicht Richtung Straße positioniert sind, stößt ebenso manchem auf. Und wieder wird beklagt, dass „wertvolle“ Parkplätze in der Innenstadt verloren gehen.

Mit Stadtmarketing und in Koalition abgestimmt

Bürgermeister Werner Krammer (WVP) verweist darauf, dass die Umsetzung der Stadtmöblierung in Abstimmung mit dem Stadtmarketing und den Koalitionspartnern erfolge. „Wir waren uns einig, dass wir das vervollständigen wollen“, hält Krammer fest. „Ich habe immer gesagt, wir probieren das einmal aus. Die Möbel können gegebenenfalls umgestellt werden, wenn es Nachteile gibt, was ich aber nicht glaube.“

Da für die Umgestaltung zwei Rettungsparkplätze aufgelassen wurden, habe man mit der Umsetzung der letzten Maßnahmen am Unteren Stadtplatz noch gewartet, bis der Internist auf den Hohen Markt übersiedelt sei, führt der Stadtchef aus und hält fest, dass es neben aller Kritik auch genug Leute gebe, denen die Stadtmöblierung gefalle. „Wir haben nun Zonen geschaffen, wo man sich gerne aufhält und die Stadt genießen kann. Vor allem Familien und junge Menschen nutzen dieses Angebot gerne.“

Zu den fehlenden Parkplätzen meint der Bürgermeister: „Mir ist bewusst, dass es Parkplätze in der Innenstadt braucht. Deshalb habe ich auch immer klar gesagt, dass für mich eine autofreie Innenstadt nicht in Frage kommt.“ Davon, dass es zu wenig Parkplätze gebe, sei man allerdings weit entfernt. Mit den umliegenden Parkdecks sei man gut aufgestellt, ist der Stadtchef überzeugt. Nun gelte es, diese und die Zugänge zur Innenstadt zu attraktivieren. In einem ersten Schritt soll heuer das Pfarrgarten-Parkdeck auf Vordermann gebracht werden. Nächstes Jahr wird dann das Schlossparkdeck generalsaniert. Und auch der Zugang vom Kinoparkplatz über den Konviktgarten zur Stadt soll neu gestaltet werden.

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