Tipps fürs Radfahren trotz Coronakrise. Barbara Pirringer gibt Tipps, wie man sicher durch die Krise radelt.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 16. April 2020 (04:45)

Seit 2010 betreibt Barbara Pirringer mit ihrem Partner Wolfgang Rechberger die Kommunikationsagentur P&R in Waidhofen. Als Ausgleich zum Arbeitsalltag schwingt sich die 32-jährige Waidhofnerin so oft es geht auf den Sattel ihres Mountainbikes, um die Region mit dem Fahrrad zu erkunden. Wenn es die Zeit zulässt, begibt sie sich auch gerne auf ausgedehnte Mehrtagestouren durch Österreich oder andere Länder.

Von ihren Radausfahrten berichtete Pirringer danach auf ihrem Blog www.bike-babsi.at. Dort gibt sie auch praktische Tipps rund ums Mountainbiken und das Radfahren generell. „Mein Blog soll eine Anlaufstelle für Biker und Mountainbike-Einsteiger sein, um Tourvorschläge, aber auch Tipps rund ums Biken und Radreparieren zu bekommen“, sagt sie. „Nicht zuletzt möchte ich damit aber auch Gusto auf Bike-Abenteuer machen.“ Mittlerweile betreibt „Bike-Babsi“ neben dem Blog auch noch einen Newsletter, eine Facebook-Seite und einen Instagram-Channel zum Thema. „Ursprünglich wollte ich vor allem jungen Frauen zeigen, dass frau auch alleine Abenteuer erleben kann, und damit ein bisschen mit Ängsten und Vorurteilen aufräumen“, sagt Pirringer. „Nach einem Jahr Bike-Babsi merke ich aber, dass die meisten Leser meines Blogs erfahrene, männliche Mountainbiker sind.“

„Durch das fehlende Unterhaltungsangebot haben nun viele Menschen mehr Freizeit, welche sie zum Radfahren nutzen.“Barbara Pirringer

Aus gegebenem Anlass hat sich die Rad-Enthusiastin nun auf ihrem Blog dem Thema Radfahren in Zeiten der Coronakrise angenommen. „Mir fällt auf, dass die aktuellen Ausgangsbeschränkungen aufgrund von Covid-19 viele Menschen – auch ältere Semester – in die Natur und einige davon aufs Rad treiben“, sagt Pirringer. Der Grund dafür sei wohl in der Großstadt ein anderer als hier am Land, meint sie. Während in der Stadt das Rad eine Alternative zum dichten Gedränge in den Öffis sei, ortet Pirringer am Land zwei Einsatzzwecke. „Zum einen wollen sich manche ältere Leute nicht das Einkaufen nehmen lassen, und da das zu Fuß oft mühsam ist, wird das Rad genutzt.“ Zum anderen gebe es nun die „auferweckten Freizeitsportler“. Wer sich jetzt risikoarm bewegen wolle und nicht gerade ein großer Läufer sei, schwinge sich aufs Rad, meint Pirringer.

Gerade jetzt besondere Vorsicht geboten

Dass all diese neuen Radler jetzt vom Radsportfieber infiziert seien, glaubt sie allerdings nicht. „Ich denke eher, dass durch das fehlende Konsum- und Unterhaltungsangebot nun viele Menschen schlichtweg mehr Freizeit haben und diese nun zum Radfahren nutzen.“ Gerade jetzt sei beim Radfahren aber besondere Vorsicht geboten. „Stürze, Überanstrengung, Verkühlungen sollten dringend vermieden werden, um das Gesundheitssystem und uns selbst nicht zusätzlich zu schwächen“, sagt Pirringer. Für alle Rad-Ein- und Wieder-Aufsteiger hat sie auf ihrem Blog Bike-Babsi eine Checkliste zusammengestellt.

Weiters darauf zu finden sind wichtige Sicherheitstipps, die man vor der ersten Ausfahrt und beim Radfahren in Zeiten der Coronakrise beachten sollte. Pirringer rät dazu, vorsichtiger als sonst üblich zu fahren und jemandem zu verraten, wohin man fahre. Zu anderen Menschen solle man mehrere Meter Abstand halten. Wenn man zu einem Unfall zurechtkomme, müsse man aber selbstverständlich weiter Erste Hilfe leisten.

Anfängern rät die Waidhofnerin davon ab, gerade jetzt mit dem Mountainbiken anzufangen. „Nutzt das Rad stattdessen für Einkäufe und Besorgungen als Alternative zu öffentlichen, mit Menschen dicht gefüllten Verkehrsmitteln oder steigt auf das Rad für kleine, risikoarme Runden an der frischen Luft“, sagt sie. Tourbeschreibungen finden sich unter www.bike-babsi.at/mtb-touren-im-ybbstal-umgebung.

Abseits von Corona präsentiert die Waidhofnerin auf ihrem Blog regelmäßig Eindrücke von ihren Mountainbike-Ausfahrten. 
Markus Knaus