Von der Matura zum eigenen Gastrobetrieb

Erstellt am 02. Juli 2022 | 06:41
Lesezeit: 3 Min
Soeben hat Lea Muck die HLW Amstetten abgeschlossen, nun eröffnet sie ein veganes Restaurant im Forsterhaus in Waidhofen/Ybbs.
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Neues gastronomisches Leben zieht Anfang Juli ins Forsterhaus am Oberen Stadtplatz ein. Seit Mai 2019 stehen die 2013 revitalisierten und für einen Gastronomiebetrieb adaptierten Räumlichkeiten des Waidhofner Altstadthauses nun schon leer. Nach dem Atrium, dem WYNO und zuletzt dem Stadtwirt übernimmt nun Lea Muck. Nach einer internen Eröffnungsfeier am 2. Juli öffnet ihr veganes Restaurant Kunterbunt am Montag, 4. Juli, für die Öffentlichkeit seine Pforten.

Erst letzte Woche absolvierte die 20-jährige Waidhofnerin die Matura an der HLW Amstetten, gut eine Woche später schon eröffnet sie ein Lokal. „Kochen und Backen ist meine große Leidenschaft. Ich mache das eigentlich jeden Tag“, erzählt die Jungunternehmerin. „Als ich vor ein paar Monaten zuhause für Bekannte ein siebengängiges Menü gekocht habe, meinten diese, ich solle doch ein Lokal aufmachen.“

Den Traum vom eigenen Lokal hatte sie zwar schon länger, aber gleich nach der Matura stand das eigentlich nicht am Plan. Nichtsdestotrotz reifte der Gedanke. Lea Mucks Mutter fragte schließlich bei Hausbesitzerin Erika Forster nach, und da das Lokal noch immer zur Vermietung freistand, fasste die 19-Jährige, unterstützt von ihren Eltern, den Entschluss, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Geöffnet haben wird das neue Innenstadtlokal gleich sieben Tage die Woche. Speisekarte gibt es keine. Stattdessen wird von Montag bis Donnerstag ein Mittagsmenü mit Hauptspeise, Suppe und Vorspeise oder Nachspeise kredenzt. Freitags und samstags tischt die Neo-Gastronomin dannein vier- oder siebengängiges Gourmet-Menü auf. Am Sonntagvormittag wird zum Brunch geladen.

Alle Gerichte frisch gemacht und selbst kreiert

„Ich habe während meiner Schulzeit Erfahrungen in verschiedenen Gastronomiebetrieben gesammelt“, erzählt Muck. „Dabei habe ich feststellen müssen, dass hier viele Fertigprodukte verwendet werden – vom Salat bis zum tiefgefrorenen Gemüselaibchen. Bei mir wird alles frisch gekocht. Wenn ich in ein Restaurant gehe, erwarte ich mir das schließlich auch.“

Aufgetischt werden im Kunterbunt ausschließlich vegane Speisen. Muck selbst ernährt sich seit fünf Jahren vegan. Für die Küche im neuen Lokal zeichnet die Chefin selbst verantwortlich. „Ich kreiere meine Speisen alle selbst. Nach Kochbuch koche ich nie“, erzählt sie und gibt auch schon einen kleinen Vorgeschmack: „Eine große Rolle werden auch vegane Mehl- und Süßspeisen spielen.“

Unter der Woche herrscht im Kunterbunt Selbstbedienung, auch Take-away ist möglich. Am Wochenende wird serviert. Bespielt wird auch der wunderschöne Innenhof samt Galerie.

Für die Zukunft plant die Neo-Gastronomin auch, den Keller des Hauses für diverse Events zu reaktivieren. So schweben ihr etwa Weinverkostungen oder ein „Dinner in the Dark“ vor.

Die Homepage des neuen Gastronomiebetriebs ist derzeit noch in Arbeit, einen Vorgeschmack auf das kulinarische Angebot kann man sich aber schon auf Instagram unter @kunterbunt_vegan holen.

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