Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 19. Januar 2017, 04:55

von Andreas Kössl

FPÖ will mehr Sicherheit. Waidhofens Freiheitliche sehen Waidhofen nicht als „Insel der Seligen“ und wollen Selbstverteidigungskurse für Frauen sowie ein sektorales Bettelverbot in der Stadt.

Wollen die Sicherheit in Waidhofen erhöhen: FPÖ-Mandatar Karl-Heinz Knoll, FPÖ-Bezirksparteiobfrau Edith Mühlberghuber und FPÖ-Kandidatin Andrea Spring.  |  Kössl

Das Thema Sicherheit rückte die FPÖ Waidhofen vergangenen Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Schloss an der Eisenstraße in den Fokus. Bereits Anfang November des vergangenen Jahres hatten Waidhofens Freiheitliche in einer Aussendung ein Sicherheitsdilemma in der Stadt geortet und damit eine Welle der Empörung in den sozialen Medien ausgelöst.

Integrationsstadträtin Beatrix Cmolik warf der FPÖ daraufhin vor, dass sie Politik mit dem Schüren von Ängsten mache, und Bürgermeister Werner Krammer (WVP) verwies darauf, dass Waidhofen eine der sichersten Gemeinden Österreichs sei.

Selbstverteidigungskurse für Frauen

NÖN

FPÖ-Gemeinderat Karl-Heinz Knoll hält jedoch daran fest: Waidhofen sei keineswegs eine Insel der Seligen. Immer wieder würden sich Frauen, die sich in den Abendstunden verunsichert fühlten, an die FPÖ wenden. Für Knoll ist klar: „Waidhofen muss sicherer gemacht werden!“

Es gebe auch in Waidhofen Vorfälle, bei denen Frauen belästigt worden seien, bekam Knoll Unterstützung von FPÖ-Bezirksparteiobfrau Edith Mühlberghuber. Die Frauen würden sich aber oft nicht trauen, dies zur Anzeige zu bringen. „Die Dunkelziffer ist hier sehr hoch“, so die FPÖ-Nationalratsabgeordnete.

Sie fordert deshalb, dass von der Stadt geförderte Selbstverteidigungskurse für Frauen angeboten werden. „Wir müssen die Frauen im Vorfeld schützen, so Mühlberghuber. „Ich habe selbst in Amstetten einen solchen Kurs organisiert und auch daran teilgenommen. Die Frauen erhalten dadurch ein größeres Selbstbewusstsein, weil sie danach wissen, was im Ernstfall zu tun ist.“

Sektorales Bettelverbot angedacht

Als zweite präventive Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit kann sich Knoll auch die Installierung eines Sicherheitsgemeinderates in Waidhofen vorstellen.

Weiters fordert die FPÖ Waidhofen ein sektorales Bettelverbot in der Stadt. Vor allem der Obere und der Untere Stadtplatz sowie die Bereiche rund um die Waidhofner Schulen und Kindergärten sollten zu einer bettelfreien Zone gemacht werden. „Wenn jemand wirklich arm ist, dann braucht der nicht zu betteln“, ist Knoll überzeugt. „Wir haben ein tolles soziales Netz. Keiner muss bei uns verhungern oder unter der Brücke schlafen.“

Wie die NÖN berichtete, lässt die Stadt derzeit gerade prüfen, ob die Voraussetzungen für die Erlassung eines Bettelverbots in Waidhofen vorliegen.