Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 18. Januar 2017, 04:50

von Andreas Kössl

Grüne wollen Aufzug auf Rabenberg. Waidhofens Grüne wollen Solarkraftwerk auf der Zell und den Wochenmarkt einmal am Nachmittag. Ebenfalls auf der Wunschliste: Aussichtsplattform und Schrägaufzug.

Zu dritt gehen die Waidhofner Grünen in die Gemeinderatswahl am 29. Jänner: Vergangene Woche präsentierten Erich Abfalter, Anna Sengschmid-Zambal und Matthias Plankenbichler ihr Wahlprogramm.  |  Kössl

Matthias Plankenbichler und Anna Sengschmid-Zambal sind die neuen Gesichter der Waidhofner Grünen.

Am 29. Jänner werden sie bei der Gemeinderatswahl gemeinsam mit Grünen-Urgestein Erich Abfalter ins Rennen ums Rathaus gehen, wobei Abfalter nur mehr am dritten Listenplatz kandidiert. Neuer Spitzenkandidat ist Plankenbichler.

Am Donnerstag der Vorwoche präsentierten die Grünen ihr Wahlprogramm für Waidhofen. Gefordert werden geförderte Einsteigerwohnungen, um das Wohnen in Waidhofen für junge Menschen leistbar zu machen. Auch alternative Wohnkonzepte, bei denen etwa mehrere Generationen unter einem Dach vereint wohnen, werden angeregt.

Nightline als Wunsch

Im Verkehrsbereich wünschen sich Waidhofens Grüne eine Nightline, die die Lokalbesucher günstig und sicher nach Hause bringt. Bei innerstädtischen Großveranstaltungen soll ein Shuttledienst zwischen den Parkhäusern und dem Veranstaltungsort das Verkehrsaufkommen verringern. Der Verein Carsharing soll von der Stadt Waidhofen unterstützt und auf der Zell sollen bei den Kinderspielplätzen und vor der Schule die Straßenbereiche verkehrsberuhigt werden.

Für die Innenstadt regen die Grünen an den Markttagen eine Sperre der Durchfahrt vom Unteren auf den Oberen Stadtplatz an. Lediglich Berechtigte sollen zufahren dürfen. Für alle anderen solle ein Fahrverbot ab dem Stadtturm gelten. Eine einstündige Kurzparkzone solle sicherstellen, dass Eltern ihre Kinder dennoch problemlos zum Kindergarten am Oberen Stadtplatz bringen können.

Eintrittspreise für Parkbad ist Anliegen

NÖN

Geht es nach den Waidhofner Grünen, so soll der Wochenmarkt künftig an einem der beiden Tage auf den Nachmittag verlegt werden. „Damit sollen auch Berufstätige die Möglichkeit bekommen, regionale Produkte einzukaufen“, sagt Plankenbichler.

Weiters sollen die Eintrittspreise für das städtische Parkbad verbilligt und die Türme der Stadt leichter zugänglich gemacht werden.

Die Grünen sprechen sich außerdem gegen ein Einkaufszen-trum und für die Reduzierung der Verbauung von Grünflächen aus. Neue Flusskraftwerke an der Ybbs werden abgelehnt, stattdessen wünscht man sich ein Solarkraftwerk auf der Zell. „Die sonnige Zell wäre dafür wie geschaffen“, sagt Abfalter. „Ich könnte mir den Hang hinter dem Kindergarten für ein derartiges Projekt vorstellen.“

Klar ist die Haltung der Waidhofner Grünen in Sachen Inte-gration. „Es gibt in Waidhofen schon viele Initiativen. Diese muss man weiter unterstützen“, so Sengschmid-Zambal.

Citybahn-Haltestelle und Aussichtsplattform

Drei Visionen hat Abfalter für den Rabenberg. Neben einer Citybahn-Haltestelle bei der Firma Oberklammer möchte er eine Aussichtsplattform beim Heimkehrerkreuz, um den durch die jüngst gefällten Bäume neu gewonnenen Ausblick auf die Stadt noch besser genießen zu können. Als drittes Projekt schwebt Abfalter ein Schrägaufzug hinter dem ehemaligen Gasthaus „Zum Halbmond“ hinauf zum Rabenbergkreuz vor.

„Für die Bewohner des Rabenbergs wäre so ein Schrägaufzug eine Verbesserung der Lebensumstände und für Besucher der Stadt ein touristischer Höhepunkt“, so Abfalter.