Zwei neue Stopps für Citybahn sind fix. Haltestellen bei Eurospar im Vogelsang und in Kupferschmiedgasse sollen Bahn trotz Verkürzung attraktivieren.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 15. Januar 2020 (05:12)
Die Citybahn Waidhofen erhält zwei zusätzliche Haltestellen. Ab Dezember 2020 soll sie zudem im Halbstundentakt fahren. Dafür wird die Strecke der Stadtbahn verkürzt. Die Stopps in Kreilhof und Gstadt fallen künftig weg. Endstation ist dann beim Eurospar im Vogelsang.
NÖVOG/Kerschbaummayr

Die Citybahn Waidhofen bekommt zwei zusätzliche Haltestellen. Das teilte Citybahn-Betreiberin NÖVOG kürzlich in einer Aussendung mit. Wo die zwei zusätzlichen Stopps hinkommen, stehe derzeit allerdings noch nicht fest, sagte NÖVOG-Sprecherin Katharina Heider-Fischer auf Nachfrage der NÖN am Freitag. Eine interne Arbeitsgruppe unter Einbindung der Stadt Waidhofen beschäftige sich derzeit mit dieser Frage. Ein Ergebnis solle noch im ersten Quartal 2020 vorliegen. Was den Zeithorizont dieses Projekts betreffe, so könne dieser auch erst dann festgelegt werden, wenn klar sei, wo die beiden neuen Stopps errichtet werden, hielt Heider-Fischer fest.

Bürgermeister Werner Krammer war da beim Neujahrsempfang der Stadt Waidhofen am Freitag schon konkreter. Wie der Stadtchef in seiner Ansprache mitteilte, werden sich die beiden zusätzlichen Stopps beim Eurospar im Vogelsang und in der Kupferschmiedgasse, oberhalb des Gasthauses Zur Linde, befinden. Mit der Haltestelle in der Kupferschmiedgasse entstehe eine stadtnahe Anbindung an die Waidhofner Stadtbahn, sagte der Stadtchef.

Mit den beiden neuen Haltestellen einher geht die Verkürzung der Citybahnstrecke im Dezember 2020. Die Stadtbahn wird dann nur noch zwischen dem Hauptbahnhof und dem Vogelsang verkehren – dafür allerdings im Halbstundentakt.

Erneuerung der Stopps bei HTL und Schillerpark

Die Stopps in Kreilhof und Gstadt fallen künftig weg. Dafür sollen die bestehenden Haltestellen bei der HTL und im Schillerpark erneuert werden. Auch das teilte der Stadtchef beim Neujahrsempfang mit. In die Neugestaltung wurde auch Stadtplaner Ernst Beneder eingebunden. Die NÖN berichtete.

Seitens der NÖVOG spricht man von einer Attraktivierung der Stadtbahn. Die Erneuerung der alten sowie die Errichtung der beiden zusätzlichen Stopps sind Teil eines sechs Punkte umfassenden Zukunftsprogramms für die Stadtbahn.

In einer ersten Etappe wurden dabei bereits im Sommer 2019 Gleise neu verlegt. Im heurigen Sommer sollen dann mit den ÖBB der Umbau der zwei bahnhofsnahen Eisenbahnkreuzungen sowie die Errichtung einer Gleisverschwenkung erfolgen. Im September wird die NÖVOG dann die Betriebsführung der Citybahn von den ÖBB übernehmen.

Zudem würden derzeit in einem Forschungsprojekt an der Fachhochschule St. Pölten alternative Antriebsformen für die neue Fahrzeuggeneration, welche auf der Citybahn zum Einsatz kommen solle, überlegt, heißt es in der NÖVOG-Aussendung weiter. Zudem wird darauf hingewiesen, dass sich 2020 die Übernahme der Citybahn durch die NÖVOG zum zehnten Mal jähre. Es war im Jänner 2010, als das Land NÖ, die Republik Österreich und die ÖBB eine dahingehende Grundsatzvereinbarung unterzeichneten. Von der Ybbstalbahn zwischen Waidhofen und Lunz/See sowie Gstadt und Ybbsitz blieb daraufhin letztlich nur der Abschnitt zwischen Gstadt und Waidhofen als Bahnstrecke bestehen.