Waidhofen/Y.: SPÖ-Idee gegen Bevölkerungs-Abwärtstrend. SPÖ will Willkommenskoordinator in Waidhofen an der Ybbs installieren.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 03. März 2021 (05:23)
SPÖ-Vizebürgermeister Armin Bahr möchte einen Willkommenskoordinator in der Stadt Waidhofen installieren, der potenziellen Zuzüglern unter die Arme greift, aber auch Verbesserungspotenziale erhebt.
SPÖ Waidhofen an der Ybbs

Ein Bevölkerungsminus von 0,78 Prozent verzeichnet die Statistik Austria für die Stadt Waidhofen zum Jahresanfang. Damit ist die Bevölkerung der Statutarstadt im Jahr 2020 gegenüber dem Jahr davor um 88 Einwohner geschrumpft. 11.134 Personen hatten mit Jahresanfang ihren Hauptwohnsitz in Waidhofen an der Ybbs gemeldet, die NÖN berichtete:

Die SPÖ Waidhofen will diesem Abwärtstrend entgegenwirken und schlägt die Installierung eines Willkommenskoordinators bzw. einer Willkommeskoordinatorin vor.

Die Waidhofner Bevölkerungszahlen würden sich nun schon seit einigen Jahren nach unten bewegen und mit großen Schritten der 11.000er-Marke annähern, heißt es dazu in einer Aussendung: „Wir als SPÖ wollen diesen Trend umkehren und Waidhofen als Herzstück unserer Region stärken. Dabei geht es uns nicht um ein Wachsen nur des Wachstums wegen. Es geht uns um den Erhalt unserer Geschäfte, unserer Lokale, unserer Produzenten – kurz, um ein Waidhofen, das so weiterhin reich an Möglichkeiten, an Infrastruktur und Angeboten sein kann.“

Neben leistbarem Wohnraum, der von den Waidhofner Sozialdemokraten zuletzt schon immer wieder vehement gefordert worden war, soll der angedachte Willkommenskoordinator ein weiterer Beitrag dafür sein, um der Abwanderung in der Ybbstalmetropole entgegenzuwirken.

Unterstützung bei Suche nach Heim und Behörde

„Diese Person sollte sich gezielt darum kümmern, wieder Zuzug zu generieren und den potenziellen Neubürgerinnen und Neubürgern zur Seite stehen, wenn es darum geht, eine neue Heimat in Waidhofen zu finden“, führt SPÖ-Vizebürgermeister Armin Bahr aus. „Neben der Unterstützung bei der Suche nach der perfekten Wohnimmobilie – ob dies nun eine passende Wohnung, ein geeignetes Baugrundstück oder ein Haus sei – soll der Willkommenskoordinator potenziellen Neo-Waidhofnerinnen und -Waidhofnern auch bei allen nötigen Behördenwegen, wie z. B. bei der Schul- und Kindergartenberatung und -anmeldung zur Seite stehen.“

Auch Menschen, die bereits aus Waidhofen weggezogen seien, sollten im Fokus der Koordinators stehen. „Einerseits könnte man Personen, die z. B. aufgrund von Studium oder Weiterbildung Waidhofen verlassen haben, die Perspektive einer Rückkehr in die Heimatstadt aufzeigen und so erleichtern. Andererseits sollte auch das gezielte Hinterfragen und Erheben der Abwanderungsgründe zum Aufgabengebiet zählen“, sagt Bahr. „So könnten durch noch gezielteres Handeln vonseiten der Gemeinde Abwanderungsgründe abgebaut werden.“

Waidhofen müsse eine leistbare Stadt für Junge, Familien und Senioren werden, hält der SPÖ-Chef fest. „Damit ermöglicht man einerseits bereits hier Lebenden weiterhin zu bleiben. Andererseits braucht es auch jemanden, der oder die sich konkret um die individuellen Bedürfnisse von Personen kümmert, die Waidhofen als neuen Lebensmittelpunkt wählen möchten. Unsere Stadt hat viel zu bieten, aber das müssen wir auch zeigen, schmackhaft und für Menschen leistbar machen.“

Umfrage beendet

  • Haltet ihr einen Willkommenskoordinator für eine gute Idee?