Visionäre Überlegungen bei Vortrag in Waidhofen. Ökonom und „Querdenker“ Karl Aiginger eröffnet Vortragsreihe am 21. September. Niko Paech folgt mit dem Thema „Postwachstumsökonomie“ am 27. September.

Erstellt am 20. September 2017 (05:08)
NOEN, Wirtschaft 2050
Ökonom Niko Paech setzt die Vortragsreihe am 27. September in Waidhofen fort.

Am Donnerstag, 21. September, erfolgt der Startschuss für die diesjährige „Wirtschaft 2050“-Vortragsreihe. Zum fünften Geburtstag konnten die Veranstalter gleich vier hochkarätige Referenten gewinnen. Die Vorträge finden heuer erstmals im Plenkersaal statt.

Den Auftakt am Donnerstag, 21. September, macht Karl Aiginger. Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige WIFO-Direktor belebt mit unkonventionellen Ideen viele wirtschaftspolitische Debatten. Aiginger ist auch treibendes Mitglied der „Querdenkerplattform“, wo er versucht, seine wirtschaftspolitischen Konzepte in gesellschaftliche Diskussionen einzubringen. Auf dieser Plattform wird versucht, mit dem Ziel der Wohlfahrtssteigerung Strategien zur Lösung globaler Probleme zu finden. Außerdem beschäftigt sich Aiginger unter anderem mit den Umsetzungsbedingungen und Hindernissen für erfolgreiche Reformen. In seinem Denken geht es dabei stets um wirtschaftliche Strategien, die nicht auf Kosten anderer Länder passieren, sondern auch positive Nebeneffekte für andere Staaten mit sich bringen.

Wirtschaft 2050
Der langjährige WIFO-Leiter Karl Aiginger referiert über „Neue Ziele für Europa oder Zerfall“.

Bereits am Mittwoch, 27. September, wird die Vortragsreihe mit einem Referat des international bekannten Ökonomen Niko Paech fortgesetzt. Der deutsche Wissenschaftler verspricht in seinen revolutionären Visionen nichts weniger als ein Ende der Konsumgesellschaft und die damit einhergehende Befreiung vom Überfluss. In seinen Überlegungen fordert er ein Ende des Wirtschaftswachstums, weshalb sein Modell auch „Postwachstumsökonomie“ heißt.

„Niko Paech berührt in seinen Vorträgen Herz und Hirn gleichermaßen“, sagt das Organisationsteam von „Wirtschaft 2050“. „Seine Forderungen mögen auf den ersten Blick schockieren, am Ende des Abends bieten sie aber eine strahlende Vision für ein anderes Zusammenleben.“ Wie üblich wird nach den Vorträgen zu einem kleinen Buffet geladen.