Startschuss für neues Betriebsgebiet in Gstadt

Waidhofen, Ybbsitz, Hollenstein, Opponitz und St. Georgen/Reith realisieren mit Firma Bene interkommunalen Gewerbepark in Gstadt.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 04:39
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Bürgermeister Josef Pöchhacker (St. Georgen/Reith), Architekt Ernst Beneder, Bürgermeister Werner Krammer (Waidhofen), Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer (Hollenstein), Bürgermeister Gerhard Lueger (Ybbsitz) und Bürgermeister Johann Lueger (Opponitz) (von links) mit dem Masterplan vor dem neuen Betriebsgebiet Gstadt.
Foto: Magistrat

Während die Bauarbeiten im neuen Gewerbepark in Kreilhof voll am Laufen sind, soll nun nur wenige Meter davon entfernt in Gstadt ein weiteres Betriebsgebiet entstehen. Die sechs Hektar große Fläche auf der anderen Seite der B 31 zwischen dem ehemaligen Bahnhof und der Kreilhof-Siedlung gehört der Firma Bene und ist zum Großteil bereits als Betriebsgebiet gewidmet. Jetzt soll das Areal entwickelt werden. Bis zu sieben Betriebsgrundstücke sind angedacht.

„Derzeit laufen die Abstimmungen betreffend der Rahmenbedingungen und der konkreten Umsetzung“, sagt Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer. Die Entwicklung des Gewerbeparks Gstadt erfolgt in enger Kooperation zwischen der Stadt Waidhofen und der Firma Bene, in deren Besitz das Grundstück bleibt. Die Stadt soll jedoch die Option auf eine Verwertung des Grundstücks nach einer gewissen Zeit sowie ein Mitspracherecht bei den Grundstücksgrößen und den Branchen, die sich ansiedeln wollen, erhalten. Einen Vertrag gebe es noch nicht, eine grundsätzliche Vereinbarung stehe aber bereits, berichtet der Stadtchef. Wie schon in Kreilhof hat Architekt Ernst Beneder auch für den neuen Gewerbepark Gstadt einen Masterplan erstellt, dieser liegt bereits vor. Auch bei dem neuen Betriebsgebiet, das wieder Teil des städtebaulichen Leitprojekts „Stadtprojekt 2.0_17“ ist, stehen hohe ökologische Standards im Vordergrund. „Der Masterplan gibt genug Raum für die landschaftlichen Besonderheiten und gliedert den Wirtschaftspark in die umgebende Natur ein“, führt Beneder aus.

Auch ein nachhaltiges Energiekonzept ist wieder Teil des Konzeptes. So sollen die Dachflächen wieder für Photovoltaikanlagen genutzt werden und sind großzügige Begrünungselemente an den Fassaden und auf den Parkflächen vorgesehen. Das Niederschlagswasser soll genutzt werden, Öl- und Gasheizungen soll es keine geben. Weiters wird ein Fokus auf E-Mobilität und E-Tankstellen gelegt.

Postverteilerzentrum

und Radverleih

Ebenso wie der Gewerbepark Kreilhof soll auch der Gewerbepark Gstadt wieder ein interkommunales Projekt, an dem die fünf Ybbstalgemeinden Waidhofen, Ybbsitz, Hollenstein, Opponitz und St. Georgen/Reith beteiligt sind, werden. Unter diesen Gemeinden sollen dann auch Kommunalsteuereinnahmen zu einem gewissen Schlüssel aufgeteilt werden. „Wie schon beim Wirtschaftspark Kreilhof beweisen wir auch mit diesem Projekt, dass Wirtschaft und Natur- sowie Klimaschutz kein Widerspruch sein müssen. Gemeinsam ziehen wir an einem Strang für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes“, meinen die Bürgermeister der fünf Gemeinden unisono.

Die Stadt Waidhofen arbeitet bereits an der Bereitstellung der Infrastruktur für Wasser und Kanal. In einem nächsten Schritt wird die Wirtschaftspark Ybbstal GmbH die Erschließungsstraße errichten.

Es gebe auch bereits Interessenten, berichtet Bürgermeister Krammer. Wer diese sind, möchte er jedoch noch nicht verraten. Wie die NÖN in Erfahrung bringen konnte, ist ein Postverteilerzentrum ebenso geplant wie ein Radverleih im ehemaligen Bahnhofsgebäude. Der vorhandene Bene-Parkplatz wird am derzeitigen Standort bleiben.