Altlast kostet 26.000 Euro. Eine Vereinbarung beim Grundkauf des FUSO-Geländes in Ybbsitz wurde nun schlagend.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 08. Januar 2021 (03:13)
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Der Ybbsitzer Kunststofftechnikspezialist FUSO setzte zuletzt mehrere ambitionierte Ausbauschritte.

Im Rahmen einer Investitionsinitiative in der Höhe von insgesamt drei Millionen Euro erweitert FUSO die Produktionshalle derzeit um 50 Prozent und zusätzliche 720 Quadratmeter. Gleichzeitig wird in die Kühlwasseranlage und damit in den Umweltbereich investiert, um mit besseren Kühlprozessen Energie einzusparen, um eben eine höhere Energieeffizienz zu erreichen.

Allerdings stieß man beim Ausbau auch auf ein statisches Problem. Der Grundverkäufer, die Gemeinde Ybbsitz, hatte 1994 zugesagt, dass er dafür sorge, dass die gesamte Fläche als Betriebsgebiet auch industriell bebaubar sein würde. Als man nun die Fundamente für den Zubau aushob, stieß man allerdings auf recht unstabiles Schüttmaterial, das eine Bebauung statisch nicht zuließ. „Wir hatten daher laut Kaufvertrag auch gar keine andere Wahl, als die betroffene Fläche mit Steinen befestigen zu lassen“, sagt Bürgermeister Gerhard Lueger. Kostenpunkt 26.000 Euro. „Nachdem das 1994 so vereinbart worden war, handelt es sich dabei um die Umsetzung eines Vertragsdetails“, sagt Thomas Högn, Co-Geschäftsführer der Firma FUSO.

„Wir hatten daher laut Kaufvertrag auch gar keine andere Wahl, als die betroffene Fläche mit Steinen befestigen zu lassen“

Da sich der Bau durch die Befestigungsmaßnahmen aber auch witterungsbedingt und durch coronabedingte Engpässe bei den Baufirmen verzögert, wird die neue Halle voraussichtlich erst im April oder Mai bezogen werden können.

Der Ausbau ist Teil eines großen Investitionsprojekts, wobei der Großteil des Investments in die Anschaffung neuer Maschinen geht.