Bus-Fahrplan wird nachgebessert. Nach Beschwerden von Eltern adaptiert Verkehrsverbund Fahrplan zwischen Scheibbs und Waidhofen. Bessere Anschlüsse für Ybbsitzer Schüler zur und von der Schule.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 18. September 2019 (05:12)
VOR/Bollwein
Seit Montag dieser Woche fahren zwischen Ybbsitz und Waidhofen wieder mehr Busse. Damit sollen Kapazitätsprobleme gelöst und lange Wartezeiten für Schüler verhindert werden.

Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) bessert nun den neuen Busfahrplan, der seit 2. September gilt, im gesamten Mostviertel nach. Erste Änderungen traten bereits mit Montag dieser Woche in Kraft.

Wie die NÖN berichtete, war der Ärger zu Schulbeginn auch bei manchen Eltern im Ybbstal groß, als sich herausstellte, dass Busse, die zuvor die Kinder in die Schule oder von dieser nach Hause befördert hatten, plötzlich nicht mehr fuhren. Schüler aus Ybbsitz, die in Waidhofen die Schule besuchen, mussten nun auf den von Scheibbs kommenden ÖBB-Postbus, der um 6.45 Uhr Richtung Waidhofen abfuhr, verzichten. Stattdessen konnten sie den früheren Bus um 6.22 Uhr nehmen und 44 Minuten bis Unterrichtsbeginn in der Schule warten oder den späteren mit Abfahrt um 7 Uhr in Ybbsitz. Damit kamen sie aber vielfach zu spät zum Unterricht.

„Wir haben diese Fahrplanänderung als Verbesserung kommuniziert, gekommen ist eine Verschlechterung. Das ist ein No-Go.“Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger (ÖVP)

Wie Eltern gegenüber der NÖN berichteten, sei dieser Bus nämlich stets so bummvoll gewesen, dass es ab Ybbsitz nur mehr Stehplätze gab. Dadurch dauerte es an den Haltestellen immer eine Weile, bis sich die Schüler in den vollen Bus reingepfercht hatten. Verzögerungen waren die Folge. Doch auch auf der Heimfahrt gab es Probleme: Da der ÖBB-Postbus, der bislang um 13.05 Uhr von BRG und HAK abfuhr, vom Fahrplan gestrichen wurde, mussten BRG-Schüler, wenn sie um 13 Uhr Schulschluss hatten, nun bis 13.40 Uhr warten. HTL-Schüler, die um 12.40 Uhr aus hatten, taten sich schwer, den Bus um 12.43 beim Landesklinikum Richtung Ybbsitz zu erwischen. Sie mussten meist eine Stunde auf den nächsten warten. Der Bus um 13.43 Uhr war dann aber meist so voll, dass vor allem jüngere Kinder manchmal nicht rechtzeitig zum Ausstieg kamen.

„Ich habe zahlreiche Anfragen von verärgerten Eltern bekommen“, berichtet der Ybbsitzer ÖVP-Nationalratsabgeordnete Andreas Hanger. „Jede einzelne Beschwerde habe ich an den VOR weitergeleitet und eindringlich eine Änderung eingefordert.“ Darauf sei ihm versichert worden, dass jeder Einzelfall geprüft und an einer Lösung gearbeitet werde.

„Wir haben diese Fahrplanänderung als Verbesserung kommuniziert, gekommen ist aber eine Verschlechterung. Das ist ein absolutes No-Go“, sagte Hanger am Mittwoch der Vorwoche. Auch das Land NÖ intervenierte und so wurden bereits am Donnerstag die ersten Adaptierungen im Busfahrplan vom Verkehrsverbund kommuniziert. Für die Ybbsitzer Schüler kommt es damit zu Verbesserungen, da auf der Strecke Scheibbs–Gresten–Ybbsitz–Waidhofen (Linie 650) drei zusätzliche Kurse eingeführt wurden, die bereits am Montag dieser Woche in Kraft traten.

Drei zusätzliche Kurse auf der Linie 650

Um das Kapazitätsproblem in der Früh zu lösen, fährt nun an Schultagen ein weiterer Bus um 6.30 Uhr von Gresten über Ybbsitz nach Waidhofen ab. Abfahrt in Ybbsitz ist um 6.44 Uhr. Um 7.03 Uhr erreicht der Bus die Haltestelle bei BRG und HAK. Wieder eingeführt wurde auch der Bus mit Abfahrt um 13.05 Uhr von HAK und BRG Richtung Ybbsitz nach Gresten und Scheibbs, um die Wartezeit für die Schüler zu verkürzen.

Weiters wurde mit Montag ein zusätzlicher Kurs um 13.45 Uhr von Scheibbs nach Waidhofen eingerichtet. Dieser Bus fährt vom Töpperpark zum Bahnhof Scheibbs und weiter über Gresten und Ybbsitz nach Waidhofen. Damit haben Schüler aus dem Ybbstal, die in Scheibbs die Schule besuchen, wieder eine zeitgerechte Verbindung nach Hause.

„Es tut uns sehr leid, dass es zu Problemen gekommen ist“, bedauert VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll. „Im Auftrag des Landes arbeiten wir aber an der Behebung und konnten erste Lösungen bereits umsetzen. Klar ist, dass die Kommunikation mit den Gemeinden, Schulen und weiteren Partnern für die Zukunft auf neue Beine gestellt werden muss.“