Corona beschleunigte Sporthaus-Bau. Seit März des vergangenen Jahres gedeiht die Baustelle der hmw-Arena sogar schneller als geplant.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 06. Februar 2021 (05:55)
Das Sporthaus in der hmw-Arena gelang als ein architektonisch ansprechender Zweckbau.
Lugmayr

Zeitgleich seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wuchs seit März des Vorjahres stetig und in überraschend schnellem Tempo das Sporthaus des SCU Ybbsitz in die Höhe.

Der Obmann des Fußballclubs Harald Schmidbauer blickt mit Zufriedenheit auf den Bauverlauf. „Wir sind mitten in den Innenarbeiten, derzeit wird gefliest und die Tischlerarbeiten laufen auf Hochtouren“, sagt Schmidbauer.

Die Fenster sind bereits eingebaut, noch im Februar werden die Türen montiert. Als nächste Bauschritte stehen der Einbau der Garderobe und die Küche des Buffets auf dem von Baustellenkoordinator Klaus Lindner präzise getakteten Bauplan.

Nicht weniger als 7.500 Arbeitsstunden der freiwilligen Helfer sind mittlerweile in den Bau geflossen. „In dieser Frage hat uns die Corona-Epidemie ausnahmsweise einmal nicht negativ mitgespielt“, sagt Schmidbauer.

Denn viele Vereinsmitglieder und Fußballfreude hatten durch Kurzarbeit und mangels Urlaubsreisen mehr Zeit als gedacht – Zeit, die sie als ehrenamtliche Helfer auf der Baustelle verbrachten. „Derzeit liegen wir sogar besser als im Bauplan vorgesehen“, sagt Lindner. Auch das Budget konnte bislang dank freiwilliger Helfer gut eingehalten werden.

Die Außenarbeiten konnten bereits vor Wintereinbruch abgeschlossen werden. Derzeit sind neben dem Innenausbau auch die Abbrucharbeiten beim alten Sporthaus im Gange. „Die Container werden noch diese Woche entfernt“, sagt Schmidbauer. Innerhalb der kommenden zwei Wochen wird das alte Gebäude ein Opfer der Abbruchbirne.

Saisonstart wird wohl verschoben werden

An dessen Stelle entsteht Platz für Parkplätze. Diese werden während der Woche von den Mitarbeitern der Firmen Fuchs und Seisenbacher genützt und am Wochenende den Spielern und ihren Fans offenstehen.

Dass der geplante Saisonstart Mitte März wohl verschoben wird, schmerzt die Ybbsitzer Fußballer heuer relativ wenig. „Dadurch haben wir Zeit, den Bau Schritt für Schritt fertigzustellen, ohne dass wir auf den Spielbetrieb Rücksicht nehmen müssen“, sagt Schmidbauer.

Lindner, der für die perfekte Arbeitseinteilung verantwortlich ist, sieht in der verschobenen Saison auch einen Sicherheitsfaktor. „Dadurch, dass der Spielbetrieb wegfällt, ist auch die Hektik ausgeblieben. Bisher verlief die Baustelle jedenfalls unfallfrei.“

Flutlichtanlage und Zisterne in Betrieb

Die neue Flutlichtanlage hat ihren Probebetrieb schon bestanden, die Regenwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von 40 Kubikmetern hat sich im Herbst bereits bewährt.

Der Bau der Rasenmähergarage und der Einbau von Sitzmöglichkeiten im Buffet stehen noch aus, bevor überlegt werden kann, ob es im Juni eine Eröffnung des 1,3-Millionen-Projekts geben kann. „Wahrscheinlich nicht“, gibt sich Schmidbauer zweckpessimistisch. „Aber irgendwann ist Corona vorbei, und dann wird eine Fete steigen, bei der alle Helfer, alle Fußballer und alle Freunde des Sports dabei sein werden.“

Denn in einer Beurteilung ist man sich schon jetzt einig: „Es wird ein tolles Projekt, auf das ganz Ybbsitz stolz sein kann.“