Denkmal für den „Schmiedepapst“. „Schmiedepapst“ Alfred Habermann wird an der Schmiedemeile in Ybbsitz ein Denkmal gesetzt. 53 Schmiede beteiligten sich.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 19. November 2020 (06:18)

Schmiedegemeinde und Schmiedezentrum Ybbsitz setzen dem als „Schmiedepapst“ hofierten Metallplastiker und Schmied Prof. Alfred Habermann derzeit ein Denkmal.

Der zuletzt in Ybbsitz lebende Meister hatte als Künstler richtungsweisende Impulse in der modernen Schmiedetechnik und Schmiedetradition gesetzt. 2008 in Ybbsitz verstorben, erinnern sich bis heute viele Kenner und Freunde des Genres an den sympathischen und ausdruckstarken Mann, der in Ybbsitz zahlreiche Großskulpturen realisiert hat. Anlässlich der zehnjährigen Wiederkehr seines Todes hatte man beim Ferraculum 2018 unter dem Motto „Schule, Wirken, Prägung durch Alfred Habermann“ einen Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben, an dem sich 53 Schmiede aus 20 Nationen beteiligten. Alle 53 Kleinskulpturen und Artefakte werden derzeit am Zugang zum Dr. Meyer Park in einer schlichten Nische montiert.

Die ersten drei Skulpturen wurden am Samstag von Vertretern des Schmiedezentrums und der Sponsoren Irene und Rudolf Welser, die die Materialkosten für den Bau übernommen hatten, feierlich angebracht.

Bürgermeister Gerhard Lueger bezeichnete das Denkmal als eine Manifestation für die Nachwelt, der Präsident des Schmiedezentrums Josef Hofmarcher dankte der Gemeinde und den Sponsoren für ihr Engagement.

„Das Denkmal ist ein wirkungsvolles Statement für handwerklich-künstlerische Gestaltung“, sagte Irene Welser.

Rudolf Welser betonte: „Das Denkmal ist eine Großtat, ein weiterer Baustein in der Schmiedegeschichte des Ortes, ein würdiges Gedenken, das Ybbsitz und Schmieden als Alleinstellungsmerkmal manifestiert.“