Ybbsitz

Erstellt am 01. März 2017, 03:00

von NÖN Redaktion

Fastenhaus freut sich über 70 Prozent mehr Gäste. Das Fastenhaus freut sich über üppigen Zuwachs: Zwei Drittel mehr Gäste kamen in das Tal zum Fasten oder Pilgern.

Ulrike Ginzler und Petra Gassner (stehend, v.r.) begrüßten in Maria Seesal Andreas Hanger, Franz Pöchhacker (vorne, v.l.), Josef Hofmarcher, Andreas Purt und Maria Danner (hinten, v.l.).  |  LL

Ein Nächtigungsplus von 70 Prozent verzeichnete das Fasten- und Pilgerhaus in Maria Seesal in seiner zweiten Saison.

Im Februar 2015 hatten Ulrike Ginzler und Petra Gassner das Juwel entlang des Oberösterreichischen Mariazellerwegs wachgeküsst und in ein modernes Haus mit Wellnessbereich, Massage- und Kosmetikräumen verwandelt. Mit großem Erfolg: 2015 nächtigten 1.632 Gäste im Fasten- und Pilgerhaus, 2016 waren es bereits 2.827.

"Pilgern und Fasten sind wachsende Themen"

2014 hatte das Duo den ehemaligen Waldgasthof vom Blinden- und Sehbehindertenverband übernommen. Neben dem Fastenhaus, in dem Fastenkurse und Vorträge angeboten werden, zählt auch ein Pilgerhaus zum Ensemble. Eine Hackschnitzelheizung versorgt die Gebäude mit Wärme. „Die Betreiberinnen führen das Haus mit großem Engagement und viel Liebe. Ich bin selbst begeisterter Fastengast“, schwärmt Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger.

Projekte wie in Maria Seesal brauche die Region Eisenstraße im Mostviertel, um das ehrgeizige Ziel von 400.000 Nächtigungen im Jahr (derzeit 377.000) zu erreichen. Pilgern und Fasten seien stetig wachsende Themen, so Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt. „Neuübernahmen wie in Seesal sind entscheidend für eine positive touristische Entwicklung.“

"Feilen an Programm und Infrastruktur"

Für den Ybbsitzer Bürgermeister Josef Hofmarcher ist der Aufwärtstrend des Pilger- und Fastenhauses eine „wichtige Absicherung für den Standort Maria Seesal. Ginzler und Gassner ist es gelungen, hier eine neue Dynamik zu erzeugen.“

Die gute Zusammenarbeit mit der Wallfahrtskirche strichen Mesnerin Maria Danner und „Kirchenvater“ Franz Pöch hacker hervor. Für die Zukunft haben die beiden Geschäftsführerinnen, die den Betrieb gemeinsam mit fünf Teilzeitkräften führen, einiges vor. „Wir feilen sowohl am Programm als auch an der Infrastruktur. Im Vorjahr haben wir die Fassade, auch die des Pilgerhauses, neu gemacht. Außerdem möchten wir den Wellnessbereich weiter attraktivieren. Maria Seesal ist unser Lebensprojekt“, betonen Ginzler und Gassner.

Besonders erfreulich sei der Zuspruch der Einheimischen. „Viele unserer Fastengäste kommen aus der Umgebung.“ Maria Seesal gilt als Geheimtipp für Pilger und Ruhesuchende entlang des Oberösterreichischen Mariazellerwegs. Die Wallfahrtskirche entstand 1904 bis 1906.