Masterplan für das Haus Hafner wird erstellt. w30 Architekten sollen Plan für die ehemalige Bäckerei Hafner erstellen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. März 2019 (04:00)
Lugmayr
Das Hafner Haus wurde von der Gemeinde angekauft und soll in Zukunft für Wohnungen genutzt werden.

Vor drei Jahren erwarb die Gemeinde das zentral gelegene Haus der Familie Hafner, als dieses nach Auflassung der einst darin betriebenen Bäckerei zum Verkauf stand. Das damalige Argument für den Ankauf durch die öffentliche Hand lautete, dass man seitens der Gemeinde bei der Entwicklung einer Immobilie in so prominenter Lage steuernd mitreden wolle. Das überzeugte damals alle Fraktionen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montag, entschloss man sich nun dazu, die Waidhofner Firma w30-Architekten um Stefan Wedl, Martin Pichler, Andreas Bösch und Maria Schneider mit der Erstellung eines Masterplans für das Haus zu beauftragen. „Wir haben bereits Kontakt mit Wohnbauträgern aufgenommen, die Interesse an dem Projekt haben“, sagte Bürgermeister Gerhard Lueger im Gemeinderat. Aber zuvor wolle man die unabhängigen Architekten über das Projekt nachdenken lassen.

"Wenn der Masterplan erstellt ist, dann steht für uns noch alles offen"Bürgermeister Gerhard Lueger

Das Ensemble war bereits ein Kernthema in der Arbeit der Gemeinde-21-Ortsgruppe, wo man sich auf eine Nutzung für den Wohnbau verständigt hatte. „Nun ist es Zeit, einen Masterplan zu entwickeln, weil die Bausubstanz unter dem Leerstand bereits leidet“, sagt Lueger. Außerdem sei die Lage gegenüber dem Rathaus für das Ortsbild bestimmend, sodass dringend Planungsschritte unternommen werden müssten.

Lueger, der in dieser Lage vor allem Wohnbau für sinnvoll erachtet, möchte die Architekten vor allem prüfen lassen, welche Art von Wohnungen für das Haus sinnvoll wäre. „Wenn der Masterplan erstellt ist, dann steht für uns noch alles offen – von der Vergabe des Hauses an eine Siedlungsgenossenschaft bis hin zur Übernahme der Bauträgerschaft durch die Gemeinde“, sagt der Ortschef.

Dotiert ist der Planungsauftrag vorerst mit 8.500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Ein Ergebnis soll noch in diesem Jahr vorgelegt werden. Skeptisch gegenüber der Planungsvergabe, weil diese eingeschränkt auf ein Wohnbauprojekt abziele, zeigte sich FPÖ-Gemeinderat Heinz Gabriel: „Ich würde die Nutzung als Veranstaltungsort nicht ganz außer acht lassen“, sagt Gabriel. Er enthielt sich bei der Abstimmung der Stimme.