Messer für jeden Geschmack bei Messermarkt

34 Aussteller aus sieben Ländern boten am Sonntag beim Ybbsitzer Messermarkt durchwegs Unikate an.

NÖN Redaktion Erstellt am 23. September 2021 | 06:30

Am Sonntag fand der Ybbsitzer Messermarkt als wohl wieder erste Veranstaltung mit internationaler Resonanz in der Region statt. Dies war möglich, weil sich die 600 Besucher gleichmäßig über den Tag in den weitläufigen Räumlichkeiten des FeRRUM verteilten. Die Gäste wurden erst nach Überprüfung der 3G-Regel in das Museum eingelassen, wo sich die Aussteller über drei Geschoße verteilt hatten.

„Es ist dies der erste Messermarkt im deutschsprachigen Raum seit Eintreten der Pandemie“, sagte einer der Aussteller. Entsprechend froh war die internationale Gruppe der Messermacher, die aus Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Slowenien, der Ukraine und Frankreich angereist kamen.

„Was den Ybbsitzer Messermarkt ausmacht, ist der Umstand, dass vor allem unverwechselbare Unikate aus Manufakturen angeboten werden“, sagte Bürgermeister Gerhard Lueger bei der Veranstaltungseröffnung, die von den Ybbsitzer Jagdhornbläsern musikalisch umrahmt wurde.

Wie gut der Boden Ybbsitz für Messermacher ist, zeigte eine Auszeichnung, die der Bürgermeister vorbereitet hatte. Sechs der 34 Aussteller sind beim 11. Messermarkt bereits zum zehnten Mal dabei: die Deutschen Viktor Behrwald, Peter Falkenburger, Karl Steinwender und Alois Reiterer, der Ungar Janos Madaras und der Österreicher Alois Hammer.

Prämierung der Messer des Jahres 2021

Durch eine Fachjury unter Vorsitz des renommierten Wiener Messermachers Andreas Lorenzzi und mit den Mitgliedern Georg Kromoser und Anton Vadovic wurden im Rahmen des Messermarktes die Messer des Jahres 2021 gekürt. Dabei wurde in drei Klassen gewertet. Sieger in der Kategorie „bestes feststehendes Messer 2021“ wurde Christoph Feichtl von der Riegersburger Burgschmiede. Das „beste Klappmesser 2021“ kam von Stefan Steigerwald aus Deutschland. Erstmals wurde auch die „beste geschmiedete Klinge 2021“ prämiert. Diese hatte Alois Hammer aus Eisenerz geschmiedet.

Ein besonderer Trumpf der Ybbsitzer ist der Service, den sie den Messermachern bieten: Es ist der einzige Markt, wo die Aussteller am Vorabend zu Jause und Umtrunk eingeladen werden. „Das haben wir sonst nirgendwo“, sagt Peter Falkenburger aus Deutschland. „Denn auf den meisten Märkten reisen wir in der Früh an, stellen schnell unsere Produkte auf und kommen den ganzen Tag kaum dazu, mit Vertretern der Branche zu reden und uns zu vernetzen.“ Der Abend der Messermacher ist der Grund für manche, überhaupt nach Ybbsitz zu kommen, weil man hier Neuigkeiten aus der Branche erfährt.

Zufrieden zeigten sich die teilnehmenden Messermacher vom Besuch und vom Umsatz gleichermaßen. „Ybbsitz hat Fachpublikum und ein kauffreudiges Klientel, vom Jäger bis zum Sammler“, bringt es ein deutscher Anbieter auf den Punkt.