SPÖ-Mandatare "teilen sich Arbeit auf". Nach Schrumpfung auf zwei Mandate setzt SP auf Neustart.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. Februar 2020 (12:07)
Lukas Huber (links) geht für die SPÖ in den Kontrollausschuss. Rainer Seisenbacher (rechts) übernimmt die Position des Fraktionsobmanns.
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Die SPÖ hat bei der Gemeinderatswahl nach der Niederlage 2015 noch eines ihrer ohnehin nur mehr drei Mandate eingebüßt, obwohl man als Wahlziel ein viertes Mandat angepeilt hatte. Der Parteivorstand entschied sich nun dazu, Spitzenkandidat Lukas Huber und Rainer Seisenbacher in den Gemeinderat zu schicken. „Wir haben alle Karten auf den Tisch gelegt und das Ergebnis und die Gründe dafür offen diskutiert“, berichtet Lukas Huber.

Er selbst wird den Sitz im Kontrollausschuss einnehmen. Seisenbacher übernimmt die Funktion des Fraktionssprechers. „Wir werden uns die Arbeit aufteilen und setzen so ganz auf Verjüngung und Generationenwechsel in der Partei“, sagt Huber. Langzeit-Mandatarin Ingrid Heiligenbrunner werde die beiden Gemeinderäte mit ihrer Erfahrung weiter beraten und sie unterstützen, versichert Huber.

Bei der Frage nach den Gründen für die Wahlniederlage kehrt Huber vor der eigenen Tür: „Wir wollen uns gar nicht rausreden. Der persönliche Kontakt zu den Wählern ist bei uns einfach zu kurz gekommen“, ist Huber selbstkritisch. Aber auch der Bundestrend habe der Ybbsitzer SPÖ nicht in die Karten gespielt. In den Bezirksgremien will Huber das allgemein schlechte Abschneiden der SPÖ zur Diskussion stellen.

Der Kontakt zu den Bürgern soll sich nun ändern. „Wir bieten allen Ybbsitzern an, sich mit ihren Anliegen direkt an uns zu wenden“, sagt Huber. „Sei es im direkten Gespräch oder über soziale Netzwerke, durchaus auch in anonymisierter Form“, setzt er nach.

Die SPÖ gehe jedenfalls mit voller Tatkraft in die kommende Periode. „Nach der Wahl ist vor der Wahl“, sagt Huber. Bereits am Valentinstag starte man eine Charmeoffensive mit Blumen.

Hauptaugenmerk werden aber die Programmpunkte, mit denen man in die Wahl gegangen ist, bleiben: ein junges, gesundes, transparentes und lebenswertes Ybbsitz.