Kerstin Handsteiner: Inspiriert durch den Lockdown

Die gebürtige Ybbsitzerin Kerstin Handsteiner entwickelte sich von der abstrakten zur gegenständlichen Malerei.

Ulrich Musa-Rois Erstellt am 21. September 2021 | 05:27
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Kerstin Handsteiner mit einem Bild aus ihrer Seerosenserie. Ab Samstag, 23. Oktober, stellt die gebürtige Ybbsitzerin in Weyer aus.
Foto: Claudia Spitzer

Seit Kurzem gibt es in einer Schaufenstergalerie an dem Haus mit der Adresse Unterer Markt 16 in Weyer Acrylmalereien von Kerstin Handsteiner und Veronika Samhaber zu sehen. Am Samstag, 23. Oktober, von 10 bis 16 Uhr gibt es außerdem einen Tag der offenen Tür, an dem die beiden Malerinnen anwesend sein werden und sich auf zahlreiche Kunstinteressierte freuen.

Kerstin Handsteiner wurde 1972 in Ybbsitz geboren und besuchte die Handelsschule in Waidhofen. „Ich habe immer schon gerne gemalt und gezeichnet, auch in meiner Kindheit und Jugend“, erinnert sie sich. Während ihrer Zeit am HAK-Aufbaulehrgang in Linz besuchte sie erstmals einen Malkurs an der VHS. Sie ging dann nach Wien, um Publizistik, Politik- und Theaterwissenschaften zu studieren, wo sie 2007 über eine Freundin zur Acrylmalerei fand. 2018 absolvierte sie einen zweiwöchigen Atelierlehrgang in Geras bei Christian Ludwig Attersee.

Umgebung als Inspiration

Mittlerweile lebt die Malerin in Bad Schallerbach und diese Umgebung hat auch eine wichtige Schaffensperiode geprägt. „Während des ersten Lockdowns 2020 hatte ich die bis dato intensivste Mal-Phase meines Lebens. Inspirationsquelle war damals hauptsächlich der Seerosenteich im Kurpark in Bad Schallerbach,“ erzählt Handsteiner.

Die Entdeckung der Landschaftsmalerei ging auch mit einer generellen Entwicklung Richtung Gegendständlichkeit in ihrem Schaffen einher, wie sie erklärt: „Ich habe mal ganz abstrakt begonnen, bin dann aber immer gegenständlicher geworden. Meine Inspirationsquellen sind unterschiedlicher Natur, ich male aber gerne Orte und Landschaften. Im Urlaub mache ich dazu Skizzen oder ich male nach Fotos – wie hier bei den Weyrer Ortsansichten, die Fotos sind bei einem Besuch in Weyer am 1. Mai dieses Jahres entstanden, wo Lockdown- und Corona-bedingt der Ort nahezu menschenleer und autofrei war.“

Nach einigen Einzelausstellungen kam es 2020 auch zu einer ersten Gemeinschaftsausstellung mit Veronika Samhaber in Bad Schallerbach. Dies führte schließlich auch zu der Idee für die gemeinsame Ausstellung in Weyer.

Die Schaufensterausstellung ist noch bis Dienstag, 30. November, täglich rund um die Uhr zu sehen, die Innenräume können am Tag der offenen Tür und nach telefonischer Vereinbarung besichtigt werden.

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