3G am Arbeitsplatz: Nur getestet zum Job

Im Zuge der verschärften Regelungen wird auch das Testangebot in der Region Ybbstal erweitert. Die Firmen sind auf die Lage vorbereitet.

Erstellt am 10. November 2021 | 04:00
440_0008_8225314_ybb45darueber_nicoleschallauer2.jpg
Marktleiterin Nicole Schallauer präsentiert die neue Probenabgabe-Box in der Spar-Filiale am Freisingerberg.
Foto: Ulrich Musa-Rois

Seit 1. November gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Das heißt, dass man nun auch im Job geimpft, genesen oder getestet sein muss. Die Kontrolle dieser Regel sollen die Betriebe selbst übernehmen. Ab 15. November könnte dann sogar die 2,5G-Regel in Kraft treten, dann wären nur noch PCR-Tests gültig. Die NÖN hat sich bei Unternehmen der Region umgehört, wie sie die neuen Regeln umsetzen, und einen Überblick über das regionale Testangebot verschafft.

Für Bene Büromöbel in Waidhofen stellen die neuen Regelungen keine große Umstellung dar, hier setzt man schon seit einiger Zeit freiwillig auf 3G am Arbeitsplatz, wie Florian Moritz, Head of Marketing and Digital, berichtet. Kontrolliert werde dies durch die Führungskräfte in den jeweiligen Abteilungen. Bei Veranstaltungen oder größeren Meetings werden zusätzlich noch weitere Maßnahmen gesetzt, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Kritik gibt es an den uneinheitlichen Bestimmungen, wie Moritz erläutert: „Als überregional agierendes Unternehmen wären bundesweit einheitliche Regelungen sehr wünschenswert. Weiters besteht für Unternehmen eine Rechtsunsicherheit bezüglich Datenspeicherung, die der Gesetzgeber klar regeln sollte.“

„Als überregional agierendes Unternehmen wären bundesweit einheitliche Regelungen sehr wünschenswert"

Bei Welser Profile in Gresten hat man am 2. November alle anwesenden Mitarbeiter kon trolliert. 20 Mitarbeiter sind da schon nicht mehr zur Arbeit gekommen, weil der „Wohnzimmertest“ angeschlagen hatte. „Die Mitarbeiter haben das positiv aufgenommen und hatten alle einen Nachweis mit. Jetzt leben wir das Vertrauensprinzip und überprüfen die 3G nur mehr stichprobenartig“, erklärt Pressesprecher Werner Stoebich, der künftig bei den PCR-Tests auch das Problem der Verfügbarkeit ortet. „Wir wären für eine firmeninterne Teststraße bereit“, sagt Stoebich.

Da die neuen Maßnahmen wohl auch eine erhöhte Nachfrage an Tests nach sich ziehen werden, wird auch das Testangebot in der Region erweitert. In vielen Apotheken und Arztpraxen können, meist nach Voranmeldung, sowohl Antigen- als auch PCR-Tests gemacht werden, seit Kurzem gibt es auch die Aktion „Niederösterreich gurgelt“. Dabei können in ausgewählten Spar-Filialen PCR-Test-Kits abgeholt werden. Nach der Anmeldung auf der Online-Plattform können die Röhrchen mit dem Testmaterial wieder in Sammelboxen eingeworfen werden, die ebenfalls in Spar-Filialen zu finden sind. Jede Filiale soll zukünftig so eine Box bekommen, im Ybbstal gibt es diese schon in der Spar-Filiale am Freisingerberg sowie beim Eurospar in Waidhofen und der Filiale in Böhlerwerk. In diesen Boxen können bereits vorhandene Test-Kits auch abgegeben werden, Tests zur Vergabe sind allerdings noch nicht eingetroffen.

Mit Stand Montagvormittag gab es beim Spar-Gourmet in Amstetten noch einige wenige Test-Kits zur Vergabe, wann weitere eintreffen und auch die Ybbstaler Filialen beliefert werden, war bis dato noch nicht klar. Tests sollten bis 10 Uhr und innerhalb von zwei Stunden nach Abnahme abgegeben werden, um eine Auswertung bis zum Folgetag zu gewährleisten.

Umfrage beendet

  • Seid ihr mit dem PCR-Testangebot in eurer Region zufrieden?