Der Weg zur Firmung ist dieses Jahr anders. Mit kreativen Zugängen hat es die Pfarre Böhlerwerk geschafft, ihre 30 Firmlinge auf das heilige Sakrament vorzubereiten.

Von Anna Faltner. Erstellt am 05. Mai 2021 (05:32)
Das „Vaterunser“ in der Pfarre Böhlerwerk am vergangenen Sonntag, mit einer Haltung, die das Händereichen widerspiegeln soll.
Malinar, Malinar

Corona-bedingt hat Diakon Thomas Resch seinen Fokus in der Firmvorbereitung etwas verlagert. „Inhaltlich habe ich die Themen sehr auf die jungen Kids abgestimmt. Es ging um ihre Ziele, ihre Idole und Vorbilder, einfach die Lebensthemen, die sie beschäftigen“, erzählt Resch. Die Firmvorbereitung hat er in der Vorwoche abgeschlossen, die Firmung war am Sonntag.

Mit dieser alternativen Methode, nämlich mit Online-Impulsen und einem Blog, ist der Diakon sehr zufrieden. „Das hat ziemlich super funktioniert. Die Kinder haben von mir Impulse bekommen und zuhause ausgearbeitet. Im Blog haben wir dann die Fragen dazu besprochen.“

Vermitteln wollte er den jungen Erwachsenen vor allem, dass ein Sakrament (wie es die Firmung ist) vor allem eine Gnade, ein Geschenk ist, das man bekommt. Einen Leitfaden zur Firmvorbereitung haben die fünf Module des Online-Firmvorbereitungskurses „store.ruach.jetzt“ geknüpft.

Die jungen Erwachsenen sollten sich Gedanken darüber machen, wovon sie träumen, was sie stark macht, worauf sie hören, wer sie liebt und zum Schluss: wohin sie gehen wollen.

„Die letzte Frage war die spannendste, wo rauf sie sich am meisten nach der Firmung freuen. Nämlich darauf, dass sie mit ihrem Paten mehr Zeit verbringen und verbindliche Lebensbegleitung erfahren. Lewis Hamilton, Billie Eilish oder Messi sind nicht mehr die großen Vorbilder, es sind die Paten“, war selbst der Diakon überrascht.

Was ebenfalls neu im Herangehen an das Thema Firmung war, ist ein Teil zwei, nach der Firmung. „Die Jugendlichen werden im Pfarrzentrum weitere Angebote vorfinden. Im Themenpool gibt es Gemeinschaftlich-Chilliges und Inhaltlich- Spirituelles. Ein Raum zum: Einfach-da-Sein und das freiwillig“, erklärt Diakon Thomas.

Ein langfristiges Gefühl der Zusammengehörigkeit in der Pfarre zu schaffen, sei ja auch das Ziel einer Firmung. Wie dieses Projekt ausgeht, wird sich erst zeigen. Die 30 Firmlinge haben das Sakrament der Firmung jedenfalls am Sonntag von Abt Petrus Pilsinger erhalten.

Umfrage beendet

  • Erstkommunion und Firmung: Feiern trotz strenger Covid-Auflagen?