Für Veranstalter heißt es: Warten und evaluieren .... Mit den Maßnahmen des aktuellen Drei-Stufen-Plans können Veranstalter leben. Gefürchtet wird allerdings die Rückkehr der Maskenpflicht im Veranstaltungssaal.

Von Anna Faltner. Erstellt am 15. September 2021 (05:54)
3G-Kontrolle
Ohne Kontrolle geht bei Events in der Region gar nichts. Beim „Fest der Gaukler“ am Wochenende in der Waidhofner Innenstadt wurden die Besucher nach Nachweis der 3Gs mit einem Band versehen.
Hochpöchler

Ein Auf und Ab bedeutet die Pandemie für Kulturveranstalter, Vereine und Gemeinden. Erst Anfang des Sommers wurden die Sicherheitsregeln gelockert, nun wird wieder verschärft. Die NÖN hat sich umgehört, welche Auswirkungen der Drei-Stufen-Plan für die Veranstaltungen im Bezirk hat.

Schon nächste Woche, und zwar am Sonntag, 19. September, findet der Ybbsitzer Messermarkt in seiner elften Auflage statt. Mit 15. September tritt ja schon die erste Stufe der Nachschärfungen in Kraft. Laut Bürgermeister Gerhard Lueger wird die Veranstaltung auf jeden Fall stattfinden. „Unser Messermarkt ist so konzipiert, dass die 3G-Regel und die Gästeregistrierung sowieso geplant sind. „Wir sind für die erste Stufe gerüstet. Die Veranstaltung ist angemeldet und wir halten uns an alle Vorgaben“, sagt Lueger. Sollte dann sogar schon Stufe zwei in Kraft treten, würde eben die 2G-Regel umgesetzt werden.

Das gleiche gilt für die Maskenpflicht – sollte diese auch für Veranstaltungen kommen. „Eine Einschränkung auf Null würde halt nicht mehr gehen. Wir werden die Kontrolle und das Befolgen der Maßnahmen auf Punkt und Komma einhalten“, betont er. Ohne einen 3G-Nachweis sei natürlich kein Zutritt möglich. Einen Stau erwartet der Ortschef dabei nicht. Er rechnet mit zwei- bis dreihundert Besuchern, die ja nicht alle gleichzeitig, sondern verteilt zwischen 9 und 17 Uhr, kommen werden. „Und es ist ja kein Volksfest, sondern eine Fachmesse für Interessierte. Im Haus gibt es keinen Ausschank. Daher mache ich mir da keine Sorgen“, sagt er.

Wenn wir strenge Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht bekommen, dann kommen keine Leute Volksbühne-Obmann Alexander Riess

Noch etwas weiter entfernt ist die Premiere der „Komödie im Plenkersaal“ der Volksbühne Waidhofen. Die wäre nämlich für 12. November geplant. Sechs weitere Vorstellungen sollen folgen. „Also in Planung haben wir das Herbststück noch. Mit den aktuellen Regeln könnten wir spielen. Aber wir müssen jede Woche neu evaluieren, ob es sich auszahlt“, erzählt Obmann Alexander Riess. Zugewiesene Sitzplätze gibt es ja sowieso.

Geprobt wird nun seit Mitte August. Die Schauspieler sind zum Großteil geimpft. Diejenigen, die es nicht sind, werden vor jeder Probe getestet. Vorerst wären die Vorstellungen also möglich. Der Drei-Stufen-Plan hat (noch) keine dramatischen Auswirkungen auf das Theater. „Wir müssen aber abwarten, wie sich die Situation weiter verschärft. Wenn wir strenge Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht bekommen, dann kommen keine Leute. Und wir haben dann auch nichts davon. Wir müssen ja doch auch wirtschaftlich denken“, gibt Alexander Riess Einblicke in die schwierige Vorbereitungsphase. Das heißt? Weiter von Pressekonferenz zu Pressekonferenz schauen.

Umfrage beendet

  • Sind die neuen Corona-Maßnahmen gerechtfertigt?


Umfrage beendet

  • Sind die neuen Corona-Maßnahmen gerechtfertigt?