Forsteralm: Saisonstart mit technischer Panne. Bei bester Schneelage startete der Liftbetrieb auf der Forsteralm. Am Königsberg und in der Prolling wartet man noch zu.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:04)

Das Warten für die Skifans im Ybbs- und Ennstal hat ein Ende: Am vergangenen Sonntag ist das Familienskigebiet Forsteralm in Gaflenz/Waidhofen verspätet, aber bei ausgezeichneten Bedingungen, in die Wintersaison gestartet.

„Wir haben eine Schneedicke von 25 bis 30 Zentimetern mit unseren Beschneiungsanlagen aufgebaut. Kommen jetzt, wie angesagt, noch 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee dazu, sind wir gut abgesichert“, sagt der Geschäftsführer der Forster alm Königsberg Betriebs GmbH, Herbert Zebenholzer.

Um die Corona-Sicherheitsmaßnahmen einhalten zu können, wird der Besucherzustrom durch das Online-Ticketsystem kontingentiert. „Der Vormittag und auch der Nachmittag waren sehr schnell ausverkauft“, freute sich Zebenholzer.

Wir erwarten noch diese Woche weiteren Naturschnee. Herbert Zebenholzer, Geschäftsführer Forsteralm Königsberg Betriebs GmbH

Eine technische Panne trübte am Eröffnungstag die positive Laune von Skigästen und Verantwortlichen: Wegen eines Gebrechens in der Steuerleitung fiel der Aulift sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag mehrere Stunden aus, das Flutlichtskifahren war dann wieder problemlos möglich.

„Corona-Sicherheitsmaßnahmen, herausfordernde Wetterlage und jetzt auch noch technische Schwierigkeiten beim Saisonstart: An Herausforderungen hat es in den letzten Wochen und Tagen nicht gemangelt. Wir haben aber allen Gästen, die ihre Karten nicht ausnutzen konnten, den Umtausch in einen Gutschein oder die Geldrückerstattung angeboten“, sagt Zebenholzer.

Mitte der Woche soll auch der Sessellift in Betrieb gehen, mit großem Einsatz habe man an einer sicheren Kunstschneedecke gearbeitet. „Das hat aufgrund der Inversionswetterlage länger gedauert, als wir erhofft hatten. Aber jetzt sind wir gut gerüstet und blicken positiv in der Zukunft. Wir erwarten diese Woche weiteren Naturschnee und mit den bereits vorhandenen Schneemengen sollte jetzt ein problemloser Liftbetrieb bis in den März hinein möglich sein“, sagt Zebenholzer.

Mit einem zwölfseitigen Covid-Präventionskonzept für das Skigebiet und einem mehrseitigen Gesundheitskonzept für Mitarbeiter ist man gut auf einen Skibetrieb mit Abstand vorbereitet. Zebenholzer: „Wir werden genau auf Abstände achten und darauf, dass sich vor den Liften keine Trauben bilden.“

Die Investition von 1,6 Millionen Euro in den vergangenen Jahren rentiere sich jedenfalls. Zebenholzer: „Wir sind mit 56 Beschneiungsgeräten gut ausgestattet und unsere Wasserteichs sind noch ziemlich voll.“ Bis zu 100 Liter Wasser wird pro Sekunde in die eiskalte Luft geblasen und fällt als Schnee auf die Piste.

Königsberg will noch in dieser Woche starten

Noch nicht angelaufen ist der Liftbetrieb im Schwestern-Skigebiet am Hollensteiner Königsberg. Bei entsprechendem Niederschlag und ausreichend tiefen Temperaturen könnte der Saisonstart aber im Laufe dieser Woche erfolgen.

„Leider verzögert sich unser Start in die Wintersaison noch um ein paar Tage. Der produzierte Schnee reicht noch nicht ganz, um ein einigermaßen ungetrübtes Skivergnügen zu ermöglichen“, sagt Zebenholzer.

„Wir hoffen, spätestens Mitte bis Ende nächster Woche mit einem Liftbetrieb auch am Königsberg mit Lift 4/5 starten zu können“, sagt Zebenholzer. Ein Winterparadies für die ganze Familie mit sechs Schleppliften und 14 Kilometern Abfahrten wartet auf winterliche Bedingungen.

Nur mit Online-Tickets gibt es Pistengenuss

Für ein Skifahren auf der Forsteralm und am Königsberg braucht man entweder eine Saisonkarte oder ein Online-Ticket, das vorher gebucht werden muss.

Aufgrund der Covid-Sicherheitsmaßnahmen gelten eine strenge Kontingentierung und ein Schichtbetrieb, der möglichst vielen Skibegeisterten das Skifahren ermöglichen soll. Es wurden zwei Vier-Stunden-Slots – 8 bis 12 Uhr bzw. 12 bis 16 Uhr – eingerichtet sowie ein dritter Bereich im Flutlicht-Betrieb auf der Forsteralm von 16 bis 19 Uhr.

Zehn-Euro-Tickets für Kinder

Mit einer jugendfreundlichen Nachricht kann die Forsteralm aufwarten. Bis 29. Jänner gibt es für junge Gäste einen ermäßigten Ticketpreis bei der Vier-Stunden-Karte: Zehn statt 15 Euro werden für Kinder verrechnet, sowie 14 statt 19 Euro für Jugendliche.

„Man greift damit eine Initiative der beiden Standortbürgermeister Günther Kellnreitner und Werner Krammer auf und will so ein Zeichen für ein familien- und kinderfreundliches Skigebiet setzen“. 30 Mitarbeiter beschäftigt die Forsteralm Königsberg Betriebs GmbH derzeit.

Wintertreff Prolling wartet auf Schnee

Nach einer völlig verpatzten Langlaufsaison im vergangenen Jahr blickt man in dieser Woche im Ybbsitzer Hochtal Prolling hoffnungsvoll gegen den Himmel.

„Noch reicht der Schnee nicht zum Spuren“, heißt es auf der Plattform bergfex. Das könnte sich bis zum Wochenende ändern. Neun Kilometer klassische, doppelt gespurte Loipe und Skating-Loipe warten.