Georg Strasser ist wieder der Vorzugsstimmen-„Kaiser“. ÖVP-Spitzenkandidat unangefochten die Nummer eins. SPÖ-Kandidat Schroll auf Platz zwei.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:34)
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Georg Strasser (ÖVP) 

Obwohl die ÖVP diesmal keinen expliziten Vorzugsstimmenwahlkampf führte, ist Spitzenkandidat Georg Strasser mit 9.885 Stimmen im Wahlkreis 3c der Vorzugsstimmenkaiser. „Das ist eine enorme Auszeichnung und bestätigt unsere Arbeit. Es ist unser neuer Stil, mit wenig Ressourcen, dafür mehr persönlichem Engagement etwas zu erreichen.“ Auf Platz zwei rangiert SPÖ-Spitzenkandidat Alois Schroll mit 3.625 Vorzugsstimmen. „Nach den an strengenden Wahlkampfwochen macht mich das Ergebnis stolz. Es zeigt auch, dass wir Bürgermeister sehr nahe bei der Bevölkerung sind. Ein Traum geht in Erfüllung. Das überregionale Mandat ist eine perfekte Kombi zum Bürgermeisteramt“, sagt Schroll.

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Der suspendierte Klubobmann der FP NÖ erreichte immerhin 1.348 Vorzugsstimmen.

Dritter im Wahlkreis ist unangefochten Andreas Hanger mit 3.133 Vorzugsstimmen. „Nachdem es ja keine Vorzugsstimmenkampagne gab, bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Das ist ein schöner Vertrauensbeweis. Ich gratuliere natürlich Georg Strasser, der auch niederösterreichweit die meisten Vorzugsstimmen bekommen hat.“

Platz vier im Wahlkreis belegte die SP-Kandidatin aus dem Bezirk Scheibbs, Renate Gruber, mit 1.970 Stimmen. Sie liegt damit knapp vor dem SP-Spitzenkandidaten des Bezirks Amstetten, Gerhard Riegler, der 1.934 Stimmen bekam.

Gruber vor Riegler, Huber bei FPÖ vorne

„Es ist für mich ein achtbares Ergebnis“, sagt Riegler. „Gruber war ja amtierende Nationalrätin und Bürgermeisterin und hat auch in meinem Bezirk wahlgekämpft. Ich habe mich hingegen nur auf meinen Bereich beschränkt. Allein in Amstetten habe ich 900 Vorzugsstimmen bekommen.“ Auf 235 Vorzugsstimmen kam der Sonntagberger SPÖ-Gemeinderat Helmut Novak. Er trat auf Platz zehn der Wahlkreisliste an. Die Sonntagberger SPÖ-Gemeinderätin As

trid Poiß (Listenplatz 4) erhielt 196 Vorzugsstimmen.

Eine Überraschung und ein deutliches Zeichen an die Bundespartei gelang Ex-FP-Klubobmann Martin Huber. Mit 1.348 Vorzugsstimmen im Wahlkreis ließ der Blindenmarkter dabei sogar Spitzenkandidatin Edith Mühlberghuber (1.297) und Bezirkskandidat Richard Punz (409) hinter sich. „Eine absolut schöne Sache, die mir zeigt, dass ich in meiner politischen Karriere nicht alles falsch gemacht habe“, erklärt Huber. Ob es ein Zeichen für die Bundespartei ist, will er nicht kommentieren: „Darüber muss sich die Bundespartei Gedanken machen. Es ist aber unüblich, wenn nicht der Erste die Stimmen bekommt.“

Knapp
SP-Kandidat Gerhard Riegler ist mit seinen 1.934 Vorzugsstimmen zufrieden.

Mühlberghuber spricht von einer „Jetzt erst recht“-Aktion, aber auch von „einem deutlichen Zeichen der Funktionäre und der Bevölkerung, dass er bleiben soll“. Sie selbst freue sich über jede Vorzugsstimme, da sie ja keinen Vorzugsstimmenwahlkampf geführt habe und auch nirgends im Wahlkreis plakatiert gewesen sei. Der Opponitzer FPÖ-Gemeinderat Alexander Schnabel, der im Wahlkreis auf Platz vier ins Rennen ging, erhielt 324 Vorzugsstimmen.

Ein beachtliches Ergebnis konnte die Wahlkreis-Spitzenkandidatin der NEOS, Magdalena Brottrager aus Euratsfeld, einfahren. Sie bekam 1.075 Vorzugsstimmen.

Bei den Grünen erreichte Wahlkreis-Spitzenkandidatin Bettina Schneck 904 Vorzugsstimmen, Bezirkskandidatin Sarah Huber immerhin 376, der Waidhofner Matthias Plankenbichler (Listenplatz 4) erhielt 120 Vorzugsstimmen. Auf der Landesliste holte ÖVP-Spitzenkandidat Wolfgang Sobotka 6.130 Vorzugsstimmen. Für den Waidhofner ist das Platz zwei hinter FPÖ-Landesspitzenkandidat Herbert Kickl. JVP-Bezirksobfrau Silvia Hraby (Listenplatz 50) aus Waidhofen erhielt 20 Vorzugsstimmen. Für die Sonntagberger SP-Mandatarin Astrid Poiß (Listenplatz 70) waren es fünf.

Auf der Bundesliste erhielt Nationalratspräsident Sobotka 768 VP-Vorzugsstimmen. 18 fielen für Hollensteins SPÖ-Ortschefin Manuela Zebenholzer (Listenplatz 119) und 22 für den Waidhofner SPÖ-Vizebürgermeister Armin Bahr (Listenplatz 122) ab. Zwei Vorzugsstimmen auf der Bundesliste erhielt SP-Mandatar Helmut Novak (Listenplatz 376).