Pflegebedarf im Ybbstal steigt. Die vier Ybbstaler Caritas-Stationen zogen Bilanz über das vergangene Jahr. Mitarbeiter werden dringend gesucht.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 18. April 2018 (05:06)
Die Caritas-Regionalleiter Johannes Hofmarcher (Mostviertel Ost; l.) und Markus Lurger (Mostviertel West; r.) zogen mit den Einsatzleiterinnen Silvia Gassner, Elisabeth Beutl, Marianne Steiner und Eva-Maria Pechhacker (v.l.) Bilanz über das Jahr 2017 im Bereich Betreuen und Pflege.
Kössl

Mitte des vergangenen Jahres wurde im Mosviertel der Caritas-Bereich „Betreuen und Pflege zu Hause“ in einen westlichen und einen östlichen Teil gesplittet. Johannes Hofmarcher, der 22 Jahre lang die Leitung der gesamten Region innegehabt hatte, kümmert sich seitdem um den Osten. Markus Lurger, der bis dahin das RIZ Amstetten geleitet hatte, übernahm den Westen. Bei einem Pressegespräch ließen die beiden Caritas-Regionalleiter vergangene Woche das Jahr 2017 Revue passieren. Auch die Herausforderungen der Zukunft wurden dabei thematisiert.

Vier eigenständige Caritas-Stationen gibt es seit vergangenem Jahr im Ybbstal, da wurde nämlich das Waidhofner Gebiet aufgeteilt. Elisabeth Beutel ist seitdem für die Leitung des neuen Standorts Waidhofen Ost zuständig, während das Gebiet Waidhofen West weiter unter der bewährten Führung von Marianne Steiner steht. Einen personellen Wechsel gab es im März in der Sozialstation Ybbstal. Silvia Gassner aus St. Georgen/Klaus übernahm die Leitung von Melanie Schwein. Der Standort Ybbsitz wird seit acht Jahren von Eva-Maria Pechhacker geleitet.

97 Mitarbeiterinnen betreuten 529 Kunden

Insgesamt betreuten in den vier Ybbstaler Sozialstationen im Jahr 2017 97 Mitarbeiterinnen 529 Kunden und leisteten so in Summe 81.936 Einsatzstunden. 83 Dienstautos waren in der Region im Einsatz, dabei wurden 670.167 Kilometer gefahren. Die größte Stärke der Caritas sei das treue Personal, sagte Regionalleiter Hofmarcher. „Dass unsere Mitarbeiter mit so viel Begeisterung und Freude bei der Arbeit sind, ist keine Selbstverständlichkeit.“ Gleichzeitig sei es eine große Herausforderung, genügend Personal zu bekommen, hielt Regionalleiter Lurger fest. 15 Stellen sind im Bezirk derzeit zu besetzen.

Benötigt werden Heimhilfen ebenso wie Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger oder Fachsozialbetreuer und Pflegeassistenten. „Einerseits stehen in nächster Zeit einige Pensionierungen an, andererseits wird der Pflegebedarf immer mehr“, sagt Regionalleiter Markus Lurger. „Die Menschen haben ein Grundbedürfnis danach, solange wie möglich zuhause im Kreise der Familie betreut zu werden. Dieses Bedürfnis wollen wir abdecken.“

Den beiden Regionalleitern geht es darum, eine berufliche Tätigkeit in der Caritas-Hauskrankenpflege schmackhaft zu machen. Es handle sich um eine sehr erfüllende und abwechslungsreiche Tätigkeit, die sowohl Teilzeit als auch Vollzeit ausgeübt werden könne. Erforderlich sei neben der fachlichen Qualifikation vor allem auch soziale Kompetenz. Es sei eine sehr schöne Arbeit, weil man von den Kunden so viel zurückbekomme, sind sich die vier Ybbstaler Einsatzleiterinnen einig.