Ybbstal-Radweg auf Bahntrasse im Entstehen. Mitte August sollen die Bauarbeiten für das touristische Projekt Ybbstalradweg auf der vormaligen Bahntrasse zwischen Waidhofen an der Ybbs und Lunz am See starten.

Erstellt am 15. März 2014 (11:44)
NOEN, Kössl
Geht es nach der YTM, soll nicht wie derzeit in Gstadt Endstation sein, sondern die Strecke der Ybbstalbahn bis Hollenstein führen. Der Radweg soll daneben verlaufen.
 Laut dem Ybbstalradwegverband soll die rund 50 Kilometer lange Strecke im Jahr 2016 fertiggestellt sein, das Land Niederösterreich werde in zwei Tranchen 8,5 Millionen Euro investieren.

Im Bereich Hollenstein - Waidhofen / Gstadt werden die Schienen bereits abgetragen

Das Inszenierungskonzept für den Radweg sehe die Einbeziehung der Badeplätze und Aussichtspunkte, aber auch der spektakulären Brücken und Übergänge in dem alpinen Tal vor, hieß es in der Aussendung des Vereins, hinter dem sechs Gemeinden stehen.

Zur nach wie vor anhaltenden Kritik von Bahninitiativen an der Stilllegung der Ybbstalbahn wurde festgestellt, dass es "nach jahrelangen Diskussionen und Prüfungen" nun an der Zeit sei, das Radwegprojekt konkret anzugehen. Radwege auf aufgelassenen Bahntrassen hätten sich in den Nachbarländern erfolgreich etabliert. In punkto Sicherheit sei es wichtig, den Radverkehr von der Bundesstraße wegzubekommen. "Mit dem Ötscherland-Express zwischen Kienberg und Göstling gibt es nach wie vor eine attraktive Tourismusbahn", betonte Vereinsobmann Martin Ploderer, Bürgermeister von Lunz am See.

Die Ybbstalbahn als öffentliches Verkehrsmittel ist bereits seit längerem Geschichte

Bahnaktivisten kämpfen aber weiter für einen Erhalt der Strecke, es gab Demonstrationen, dieser Tage wurden die Abrissarbeiten bei Opponitz blockiert. Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) erteilte nun den "Bahnfreunden" eine Absage. Er erinnerte an das Angebot, die aufgelassene Strecke kostengünstig zu kaufen - eine Einigung sei jedoch an der dauerhaften Finanzierung gescheitert. Pröll verwies in dem Bericht weiters darauf, dass sich die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden mehrheitlich für einen Radweg ausgesprochen hatten.