Volkspartei fordert höheren Takt für die Bahn. Rudolfsbahn soll jede halbe Stunde fahren. Wieder Stopp in Sonntagberg.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 04. September 2019 (05:59)
Theo Kust
Pressegespräch im Zug: Bürgermeister Werner Krammer, Landtagsabgeordneter Anton Kasser, Bürgermeister Thomas Raidl, Bürgermeisterin Juliana Günther, Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger und Landtagsabgeordnete Michalea Hinterholzer präsentierten die Forderungen der ÖVP zum öffentlichen Verkehr in der Region.

Zum Pressegespräch in die Rudolfsbahn lud die ÖVP des Bezirks Amstetten am Donnerstag der Vorwoche. Eine Fahrt zwischen Waidhofen und Amstetten nutzten Bezirksparteiobmann Andreas Hanger, die beiden Landtagsabgeordneten Michaela Hinterholzer und Anton Kasser sowie die VP-Bürgermeister entlang der Bahnstrecke, um ihren Wünschen und Forderungen hinsichtlich des Öffentlichen Verkehrs in der Region Gehör zu verschaffen.

„Es gibt derzeit eine bundesweite Debatte über den Klimaschutz. Wir als ÖVP möchten vor diesem Hintergrund ein klares Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr abgeben“, sagte Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger. „In der Region ist das Angebot besser als oft wahrgenommen. Dennoch wünschen wir uns eine Weiterentwicklung.“

Eine deutliche Verbesserung kündigte Hanger mit dem ÖBB-Fahrplanwechsel im Dezember an. Es gebe seitens der ÖBB klare Signale, dass die Haltestellte Sonntagberg wieder nachhaltig voll installiert werden soll.

 „Wir fordern einen Halbstundentakt zu den Stoßzeiten auf der Rudolfsbahnstrecke.“ Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger

 Zur Erinnerung: Seit dem Fahrplanwechsel 2017 bleiben die Züge in Sonntagberg nur noch sporadisch stehen. Bahnreisende, die in Sonntagberg zu- bzw. aussteigen, müssen großteils auf Shuttlebusse zwischen Rosenau und Sonntagberg zurückgreifen.

Haltestelle Sonntagberg wird wieder installiert

Der Grund für die nur noch sporadischen Stopps war, dass man die Verbindung nach Amstetten beschleunigen wollte, um die Anschlüsse an die ÖBB-Railjets nach Linz sicherzustellen. Das war nach dem Fahrplanwechsel 2017 nicht mehr so einfach, da Mitbewerber Westbahn auf der Westbahnstrecke fortan im Halbstundentakt verkehrte und sich die Abfahrzeiten der ÖBB-Züge in Amstetten dadurch nach vor verschoben.

Mit dem Fahrplanwechsel 2019 werden die Züge der Westbahn zwischen Wien und Salzburg nun wieder im Stundentakt verkehren. „Der Knoten Amstetten wird dadurch wieder ein ÖBB-Knoten“, führte Landtagsabgeordneter Anton Kasser aus. „Die Abstimmung mit der Rudolfsbahn wird dadurch verbessert. Für den öffentlichen Verkehr im Ybbstal ist das ein großer Schritt in Richtung mehr Attraktivität.“

Für die Bevölkerung in Sonntagberg sei die Wiederinstallierung der Haltestellte Sonntagberg eine ganz wichtige Maßnahme, stellte Sonntagbergs Bürgermeister Thomas Raidl klar. Sie komme aber auch den Mitarbeitern des voestalpine-Konzerns zugute, von denen einige von Linz herpendeln würden. Zudem führe eine wichtige Pilgerstrecke von der Haltestelle weg auf den Sonntagberg.

„Steter Tropfen höhlt den Stein“, sagte Raidl und verwies auf zahlreiche Gespräche mit ÖBB, VOR und Behörden sowie eine Resolution des Gemeinderats, mit welcher man sich für die Wiederinstallierung der Haltestelle Sonntagberg stark gemacht hatte.

 "Halbstundentakt zu Stoßzeiten"

 Ein Wunsch, der sich in der Sonntagberger Resolution findet und auch eine Forderung der Waidhofner Klimaproteste ist, soll ebenfalls Wirklichkeit werden: der Halbstundentakt auf der Rudolfsbahnstrecke. „Als zentrale politische Forderung wünschen wir uns zu Stoßzeiten einen Halbstundentakt“, sagte Hanger.

„Der Umstieg vom Individual- auf den öffentlichen Verkehr muss leichter gemacht werden.“ Die ÖBB habe zugesagt, diese Forderung 2020 im Rahmen einer Mobilitätsstudie prüfen zu wollen.

„Als Endbahnhof der Rudolfsbahn im Ybbstal ist Waidhofen zentral, um die Verkehrsströme Richtung Westachse zu leiten“, sagte Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer.

„Neben einem Halbstundentakt bedarf es auch eines größeren Angebots zu den Tagesrandzeiten.“ Im Rahmen eines ÖBB-Pilotprojekts solle der Waidhofner Hauptbahnhof außerdem zu einem multimodalen Verkehrsknotenpunkt entwickelt werden, berichtete Krammer weiter.

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