Erstellt am 04. März 2017, 03:00

von NÖN Redaktion

Welle der Solidarität in der Fastenzeit. Die Diözese führt auch heuer wieder im Ybbstal Spendenaktion für Hilfsprojekte durch.

Fastenaktion-Geschäftsführerin Karin Hintersteiner, Weihbischof Anton Leichtfried und Kaplan Pater Vitus Weichselbaumer (v.l.) aus der sammelstärksten Pfarre Ybbsitz werben für die Fastenaktion im Ybbstal.  |  Zarl

Die traditionelle Fastenaktion der Diözese ruft auch dieses Jahr wieder zur Unterstützung von kirchlichen Hilfsprojekten in Österreich, Afrika, Asien und Lateinamerika auf.

Tausende Fastenwürfel, die dieser Tage in den Pfarren des Ybbstals ausgetragen werden oder in der Kirche aufliegen, sollen dazu ermuntern, in den Wochen vor Ostern bescheidener zu leben und die dadurch entstandene Ersparnis Notleidenden zu spenden.

„Durch das Fasten wird die Nächstenliebe konkret gelebt. Fasten, Spenden und Beten waren immer schon die wesentlichen Elemente der Fastenzeit“, so die Geschäftsführerin der Fastenaktion Karin Hintersteiner.

Spendengütesiegel für die Fastenaktion

Der Erlös aus der Aktion, die unter dem Motto „Solidarisch leben“ steht, ist für knapp 40 Projekte vorgesehen, die in Afrika, Asien, Lateinamerika und Österreich mitfinanziert werden. Heuer wird unter anderem die Pfarre Mabayi in Burundi unterstützt, die 1.600 Flüchtlinge versorgt und dringend Hilfe benötigt.

Auch ein Projekt gegen Menschenhandel im indischen Kalkutta, die Ausbildung von Priesterseminaristen in Brasilien oder der Arbeitslosenfonds der Diözese St. Pölten werden heuer mit der Aktion unterstützt.

Besonders spendeneifrig erwies sich in den letzten Jahren stets die Pfarre Ybbsitz. Im Vorjahr führte Ybbsitz das Ranking als spendenstärkste Pfarre sowohl in der Region als auch in der gesamten Diözese St. Pölten mit Abstand an. Auf Platz zwei und drei folgten die Pfarren Zell und Waidhofen.

Die Fastenaktion habe mit bescheidenen Mitteln sehr große, positive Veränderungen im Leben vieler Menschen bewirkt, so Hintersteiner. „Wir sind zwar eine relativ kleine Organisation, aber wir können auf vorhandene Strukturen vor Ort zurückgreifen. Daher kommen alle Spenden direkt bei den Bedürftigen an.“ Heuer wurde der Aktion erstmals das Spendengütesiegel verliehen.