Wo Bauen möglich & leistbar ist. Die Gemeinden im Ybbstal sind bemüht, der Nachfrage an Grundstücken nachzukommen. Der Preis variiert dabei stark.

Von Anna Faltner. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:26)
Ybbstal
Quelle & Karte: OGM

Den Traum vom Eigenheim hegen viele. Ob dieser Wunsch erfüllt werden kann, hängt von vielen Faktoren ab – von der Lage, der Gemeinde, der Nachbarschaft und dem Preis. Die NÖN hat sich umgehört, in welchen Gemeinden die Nachfrage groß ist, wo Bauland vorhanden ist und wo nachgerüstet werden muss.

Das teuerste „Pflaster“ im Ybbstal ist die Stadt Waidhofen. Dort gehen die Preise weit auseinander, wie Stadtchef Werner Krammer informiert: „In den Ortsteilen kosten die Gründe zum Teil 55 Euro, in der Stadt sind es 160 bis 170 Euro pro Quadratmeter. Gewisse private Sonderlagen kommen sogar auf 200 Euro. Grundsätzlich kann man aber sagen: Je näher am Zentrum, umso teurer.“

Vor ein paar Jahren habe man bemerkt, dass ein Angebot an Baugründen geschaffen werden muss, um junge Familien in der Stadt zu halten. „Bis vor Kurzem sind viele junge Leute in die umliegenden Gemeinden abgesiedelt. Deswegen haben wir uns entschieden zu handeln“, betont Krammer. So wurden in der Stadt „Am Moos“ 24 Baugründe aufgeschlossen, ein paar davon wären noch zu haben. Mehrere Baugründe gibt es auch in der Zell und Konradsheim. In den nächsten Jahren werden weitere Bauabschnitte geöffnet werden.

Darüber hinaus gibt es auch in Sankt Leonhard und St. Georgen noch verfügbare Grundstücke, die von der Stadtgemeinde angeboten werden. In Windhag laufen gerade Gespräche betreffend möglicher Baugründe. „Unsere Stadt-Baugründe sind in den letzten fünf Jahren nicht teurer geworden. Wir machen es immer so, dass wir Grundstücke erwerben, sie aufschließen und sie dann dementsprechend weiterverkaufen. Da werden die Kosten für die Infrastruktur, in die wir investieren, miteinberechnet“, informiert der Stadtchef. Binnen fünf Jahren muss gebaut werden.

Mit rund 50 Euro pro Quadratmeter müssen Häuslbauer rechnen, wenn sie in Opponitz sesshaft werden wollen. „Manchmal ist der Preis ein bisschen drüber, manchmal drunter. Das hängt von der Qualität und der Lage ab“, erklärt Bürgermeister Johann Lueger. Baugründe gibt es zwar, jedoch keine, die von der Gemeinde selbst angeboten werden. Die Nachfrage jedenfalls steigt.

Leute schätzen Lebensqualität bei uns am Land Bürgermeister Johann Lueger

„Vor allem aus den Großstädten heraus. Dort wird es den Leuten zu eng und heiß, sie schätzen die Lebensqualität bei uns am Land“, freut sich Lueger über diese positive Entwicklung. Zusätzlich wollen auch die einheimischen Jungen wieder in ihrer Heimat bleiben. Einen Bauzwang gibt es auf die Gründe in Opponitz keinen. Dennoch bemerkt der Ortschef, dass es den „perfekten Grund“ für viele Häuslbauer oft nicht gibt. „Die Vorstellung unterscheidet sich oft stark von der Realität“, weiß er.

Besonders günstige Gründe gibt es laut OGM-Analyse in St. Georgen am Reith. Das kann auch Bürgermeister Josef Pöchhacker bestätigen: „Die letzten Baugründe der Gemeinde haben wir mit 36 Euro pro Quadratmeter verkauft. Die Aufschließung kommt bei diesem Preis jedoch noch hinzu.“ Bauzwang gibt es keinen. Momentan fehlt es aber an Baugründen.

„Leider. Einige gewidmete Baugründe im privaten Bereich gäbe es, bei denen die Besitzer aber kein Interesse an einem Verkauf haben“, berichtet Pöchhacker. Deshalb möchte er sich verstärkt darum bemühen, neue Baugründe zu lukrieren. In Ybbsitz gibt es seitens der Gemeinde keine Baugründe. Die Ursache dafür wird in der Hanglage und dem Hochwasserproblem festgemacht. Private Baulandreserven gibt es allerdings. Daher ist auch keine Angabe eines Quadratmeterpreises möglich.

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