Beim Radweg an Bord. Stadt Waidhofen beschließt mit Stimmen von WVP, SPÖ und UWG den Beitritt zum „Gemeindeverband Ybbstalradweg“.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 02. Dezember 2014 (06:27)
NOEN, Andreas Kössl
UWG-Mandatar Siegfried Nykodem möchte, dass sich die Stadt für die Realisierung einer Tourismusbahn zwischen Waidhofen und Ybbsitz einsetzt.

Mit den Stimmen von WVP, SPÖ und UWG beschloss der Gemeinderat in der Vorwoche den Beitritt der Stadt zum Verein „Gemeindeverband Ybbstalradweg“. Dem Verein obliegt die Planung, Errichtung und Erhaltung des Ybbstalradwegs zwischen Waidhofen und Ybbsitz bzw. Waidhofen und Lunz/See samt den erforderlichen Nebenanlagen und den ungenutzten Bereichen der aufgelassenen Ybbstalbahn. Auch die Vermarktung des Radwegs ist Teil des Aufgabenbereichs.

2016 soll 52 km langer Radweg fertig sein

Bisher war Altbürgermeister Wolfgang Mair als Privatperson für Waidhofen im Verein vertreten. Mit dem Beitritt der Stadt ist nun auch die letzte Ybbstalgemeinde dem „Gemeindeverband Ybbstalradweg“ beigetreten. Erst vor Kurzem hat die Gemeinde Hollenstein ihre Vorbehalte gegen den Radweg aufgegeben und ist beigetreten.

Die Bauarbeiten am 52 Kilometer langen Ybbstalradweg zwischen Waidhofen und Lunz/See auf Teilen der ehemaligen Bahntrasse schreiten derzeit voran. 2016 soll der Radweg fertig sein. Bahnaktivist und UWG-Mandatar Siegfried Nykodem koppelte seine Zustimmung zum Radwegverbands-beitritt an die Forderung, seitens der Stadt die Realisierung einer Tourismusbahn zwischen Waidhofen und Ybbsitz voranzutreiben.

„Ich bitte darum, diese Tourismusbahn zu unterstützen“, so Nykodem. „Von Radwegverbandsobmann Bürgermeister Martin Ploderer wurde die Strecke für ein derartiges Projekt zur Verfügung gestellt.“

FPÖ, Grüne und Liste FUFU stimmte dagegen

Keine Zustimmung zum Vereinsbeitritt gab es von FPÖ, Grünen und Liste FUFU. Er sehe keine Bemühungen, die Stichstrecke Waidhofen–Ybbsitz zu erhalten, so FPÖ-Mandatar Karl-Heinz Knoll und forderte daher, so lange nicht dem Verein beizutreten, solange diese Strecke nicht stehe. Grün-Mandatar Erich Abfalter schloss sich dem vollinhaltlich an.

Der Ybbstalradweg sei ein wichtiges touristisches Leitprojekt, bei dem die Ybbstalgemeinden an einem Strang ziehen würden, so Bürgermeister Werner Krammer. Was die geforderte Tourismusbahn nach Ybbsitz betrifft, so lebe die Chance darauf.

Der Verein Pro Ybbstalbahn bemühe sich bereits, den Tourismusbetrieb auf der Citybahn wieder aufleben zu lassen. Das Teilstück zwischen Gstadt und Ybbsitz werde man sehr wohl in die Überlegungen einbeziehen, versicherte Krammer. Mit dem Radweg habe dies aber nichts zu tun.