Radweg schreitet voran. Rege Bautätigkeit auf den ersten beiden Bauabschnitten des Ybbstalradwegs zwischen Lunz/See und Kogelsbach. Radwegverband: Nach Hollenstein soll Waidhofen folgen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 19. November 2014 (06:32)
NOEN, Andreas Kössl
Bürgermeister Helmut Schagerl deutet auf eine Felswand kurz nach Kogelsbach, die aus Sicherheitsgründen abgetragen werden musste.

Die Arbeiten am 52 Kilometer langen Ybbstalradweg schreiten derzeit auf den ersten beiden Bauabschnitten zwischen Lunz/See und Kogelsbach voran. „Die Felsräumungsarbeiten sind hier bereits zum Großteil abgeschlossen“, berichtet St. Georgen/Reiths Bürgermeister Helmut Schagerl, der gleichzeitig Obmann-Stellvertreter des Radwegverbands ist.

Schagerl: „Die Finanzierung ist gesichert“

Die Auftragsvergabe für die ersten beiden Bauabschnitte ist abgeschlossen. „Die Finanzierung ist gesichert“, betont Schagerl. „Basierend auf einem Zahlungsplan haben wir bereits die ersten Gelder vom Land NÖ überwiesen bekommen.“

Als Nächstes steht eine Sanierung der Brückenobjekte zwischen Göstling und Kogelsbach auf dem Programm. Auch mit der Sanierung des Unterbaus in diesem Bereich soll demnächst begonnen werden. Hier verläuft der Radweg durchgehend auf der ehemaligen Bahntrasse, die nun zuerst vom Pflanzenbewuchs befreit werden muss.

„Die Arbeiten werden so lange voranschreiten, bis es die Witterung nicht mehr zulässt“, sagt Schagerl. Schließlich soll der erste Abschnitt schon Ende Juni nächsten Jahres fertiggestellt und im Sommer eröffnet werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 1,8 Mio. Euro.

Über den Winter soll dann bereits an den nächsten Ausschreibungen gearbeitet werden. Wo der Radwegbau dann fortgesetzt werde, hänge aber davon ab, welche Bereiche zuerst einen positiven Baubescheid bekommen, so Schagerl.

Radweg soll im Herbst 2016 eröffnet werden

Einsprüche von Anrainern gibt es in Opponitz im Bereich des Bootshauses, wo ein Landwirt gerne hätte, dass der Radweg neben der Ybbs und nicht auf der ehemaligen Bahntrasse mitten durch sein Grundstück verläuft und zwischen St. Georgen/Reith und Hollenstein. In beiden Fällen geht Schagerl von einer baldigen Einigung mit den Anrainern aus.

Einstimmig in den Radwegverein aufgenommen wurde mittlerweile auch die Gemeinde Hollenstein. Ebenfalls vor einem Beitritt steht die Stadtgemeinde Waidhofen, die mit einem kleinen Teilabschnitt betroffen ist. Bis dato ist noch Altbürgermeister Wolfgang Mair als Privatperson im Verein vertreten. Schon bei der nächsten Gemeinderatssitzung soll über einen Beitritt der Stadt abgestimmt werden. Wie der NÖN zu Ohren kam, ist man seitens der SPÖ Waidhofen mittlerweile bereit, dem Beitritt zum Radwegverband zuzustimmen.

„Ich bin froh, dass die SPÖ Hollenstein mittlerweile beigetreten ist“, sagt Schagerl. „Von der SPÖ Waidhofen habe ich positive Signale in diese Richtung bekommen.“ Der fertige Radweg soll im Herbst 2016 eröffnet werden. „Das ist das erste Radwegprojekt, das zu hundert Prozent vom Land NÖ finanziert wird“, freut sich Schagerl.