16 Corona-Fälle in Arbesbach aufgetaucht. Bürgermeister Martin Frühwirth spricht von einem "Hot Spot" in seiner Gemeinde Arbesbach. Er vermutet Infektionsketten rund um Erntedankfeier vom 11. Oktober.

Von Markus Füxl. Erstellt am 23. Oktober 2020 (16:40)
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Die Entwicklung der Coronazahlen in der Gemeinde Arbesbach bereitet ÖVP-Bürgermeister Martin Frühwirth Kopfzerbrechen: Mit Stand Freitag, 23. Oktober, wurden aktuell 16 Bewohner der Gemeinde positiv auf Covid-19 getestet. "Das ist ganz schön viel. Wir haben leider einen Hot Spot, der mir Sorge macht", erklärt Frühwirt im Gespräch mit der NÖN. So wurden ihm die Fälle seitens der Behörde über die vergangenen zehn Tage hinweg laufend gemeldet. "An einem Tag wurden fünf Infektionen bekannt, über die restlichen Tage hinweg kam es in Etappen", sagt Frühwirth.

Woher die Ansteckungen kommen, weiß der Bürgermeister nicht, allerdings feierte die Gemeinde am 11. Oktober ein großes Erntedankfest im Rahmen der abgeschlossenen Sanierung der Pfarrkirche, die NÖN hat berichtet. Frühwirth sagt: "Die Fälle sind um diese Feier herum aufgepoppt. Ich glaube aber nicht, dass sich die Leute direkt in der Kirche angesteckt haben."

So wurde der Einzug in die Kirche kontrolliert, jedem Gast die Hände desinfiziert und in den Sitzreihen auf Abstand zwischen den Besuchern geachtet. "Während der Messe habe ich mir gedacht: So können Veranstaltungen auch in dieser Zeit ablaufen. Der offizielle Teil funktionierte sehr gut. Ich habe nicht geglaubt, dass dann so etwas aufpoppt." Vor und nach der Messe würden laut Frühwirth natürlich "Situationen entstehen, die nicht einen so offiziellen Charakter haben. Da wird dann vielleicht nicht so sehr auf die Coronamaßnahmen geachtet." Laut Bürgermeister gibt es einige Coronafälle im Kirchenchor und im Musikverein.

Bürgermeister appelliert an Eigenverantwortung

Vor dem "Hot Spot" gab es in Arbesbach vier positive Fälle. "Die sind aber schon wieder gesund. Hier hat das Contact Tracing gut funktioniert, es sind keine weiteren Ansteckungen daraus hervorgegangen", betont Frühwirth. Als Konsequenz auf die steigenden Zahlen der vergangenen Tage wurde bereits die für morgen geplante Erstkommunion abgesagt. Frühwirth betont: "Schuldzuweisungen bringen jetzt nichts. Wir sind an einem Punkt, an dem es für die Leute ans Eingemachte geht. Ich appelliere an alle, sich so zu verhalten, wie von der Behörde vorgeschrieben. Jeder soll auch ein wenig Verantwortung für den anderen übernehmen."