Waghalsige Drift-Manöver fordern drei Verletzte

Polizei beendete "Drift-Bewerb" bei Bärnkopf mit 20 Teilnehmern. Ein 20-jähriger Probeführerscheinbesitzer aus dem Bezirk Amstetten krachte zuvor in einen entgegenkommenden Pkw, drei Personen landeten im Krankenhaus. Neben verkehrsrechtlichen Verstößen drohen jetzt auch Anzeigen gegen Lockdown-Verstöße.

Erstellt am 14. Dezember 2021 | 09:48
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Ein „Drift-Rennen“ bei Bärnkopf endete für drei Personen im Krankenhaus.
Foto: Shutterstock

Die schneeglatte Fahrbahn nutzten am 11. Dezember kurz vor Mitternacht etliche Raser: Zwei Gruppen mit mindestens 20 Personen trafen sich zum „Driften“ im Bereich Bärnkopf – Gutenbrunn. Dabei handelte es sich um mindestens acht Pkw, gibt die Polizei gegenüber der NÖN an.

Ein 20-jähriger Probeführerscheinbesitzer aus dem Bezirk Amstetten fuhr als erster der Gruppe in Richtung Marchstein. Zeitgleich kam ihm ein 18-jähriger Probeführerscheinbesitzer entgegen. Der 20-Jährige verlor in Folge eines Driftmanövers in einer starken Rechtskurve die Kontrolle über den Pkw, wobei das Fahrzeugheck ausbrach und seitlich mit dem entgegenkommenden Pkw kollidierte. Dabei wurden die beiden Fahrzeuglenker verletzt und von der Rettung Martinsberg in das Landesklinikum Zwettl verbracht.

Auch der Beifahrer des 18-Jährigen erlitt Verletzungen. Er wurde mit der Rettung St. Georgen/Walde mit Verdacht auf Wirbelsäulen- und Knieverletzungen in das Mostviertelklinikum Amstetten verbracht. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige an die Staatsanwaltschaft Krems und an die Bezirkshauptmannschaft Zwettl erstattet werden.

Teilnehmer flüchteten

Im Zuge der Amtshandlung konnten Daten von insgesamt 13 Personen aufgenommen werden. Weitere Teilnehmer am „Drift-Event“ suchten das Weite, nachdem sie von der Anzeigeerstattung erfuhren, oder nutzen die unübersichtliche Lage nach Eintreffen der Polizeistreife. Weitere, umfangreiche Erhebungen, wie Zeugenbefragungen laufen, sagt die Polizei.

Sämtliche anwesenden Personen gaben zu, ausschließlich wegen des Driftens vor Ort zu sein und werden wegen Übertretungen von diversen Corona-Bestimmungen zur Anzeige gebracht. Das trifft selbstverständlich auch auf diverse verkehrsrechtliche Verstöße zu.