Drei Neue in der Pfarre Zwettl

Janusz Wrobel, Simon Eiginger und Oliver Fontanari sind ab sofort tätig.

Erstellt am 01. September 2021 | 04:49
Pfarre Zwettl
vlnr: Janusz Wrobel ist ab 1. September neuer Pfarrmoderator in Zwettl. Kaplan Simon Eiginger wechselt von Scheibbs nach Zwettl. Oliver Fontanari ist der neue Pastoralassistent in Zwettl.
Foto: Pfarre Zwettl

In der Pfarre Zwettl gibt es ab September drei neue Gesichter an der Spitze: Pater Janusz Wrobel übernimmt als Pfarrmoderator diese Pfarre von Thomas Kuziora (die NÖN berichtete). Ihm zur Seite stehen der neue Kaplan Simon Eiginger und der neue Pastoralassistent Oliver Fontanari.

Über Bayern ins Waldviertel. Janusz Wrobel wurde 1965 in Zakliczyn (Kleinpolen) geboren. Er trat 1984 dem Franziskanerorden bei und wurde 1991 zum Priester geweiht. 2005 wurde Wrobel Wallfahrtsseelsorger in Gößweinstein und später im bayrischen Amberg. Nach einer Auszeit infolge einer Operation wirkt P. Janusz seit September 2020 als Kaplan in der Pfarre Gmünd-Neustadt und übernahm im heurigen Februar nach der schweren Erkrankung von Pfarrer Hermann Katzenschlager die drei Pfarren Kirchberg, Weißenalbern und Süßenbach (Bezirk Gmünd) aushilfsweise. Nach dem Tod des Pfarrers wurde Wrobel Provisor in den drei Pfarren.

Ab September steht Wrobel nun der Pfarre Zwettl vor, in der es auch strukturelle Änderungen gibt: Die Pfarre Friedersbach, die bisher zu den Pfarren Rastenfeld und Niedergrünbach gehörte, kommt zur Pfarre Zwettl, dafür kommt Marbach/Walde weg. Diese Pfarre zählt nun zum Pfarrverband Schloss Rosenau und Jahrings. Zur Pfarre Zwettl gehören ab jetzt Friedersbach und Großglobnitz. „Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und das Kennenlernen mit den Gläubigen. Das Team kenne ich ja bereits“, betont Wrobel, der vor allem mit den Menschen sprechen und ihnen auch zuhören will. „Dafür werde ich mir viel Zeit nehmen.“ Alles andere sei in Zeiten der Pandemie Spekulation, und „über diese spricht man ja bekanntlich nicht“, meint der neue Zwettler Pfarrmoderator, der am 12. September im Rahmen der Messe um 10 Uhr begrüßt werden wird. „Jetzt werde ich einmal übersiedeln und meine Wohnung in der Pfarre Gmünd-Neustadt räumen.“

Dass er im Zwettler Pfarrhof gleich mit einem Wasserschaden „begrüßt“ wird, sei kein Problem. Am 22. Juni mussten nach einem Defekt an der Zuleitung zur Heizung rund 250.000 Liter Wasser aus dem Keller des Pfarrhofes gepumpt und vier Tonnen kaputte Möbel entsorgt werden. „Ich habe mir den Keller schon angesehen. Es ist alles sauber, der Keller muss nur noch trocknen“, betont Wrobel.

Kaplan ist seit knapp einem Jahr Priester. Der neue Kaplan in Zwettl heißt Simon Eiginger und kommt aus Neuhofen/Ybbs. Er maturierte 2012 am Gymnasium Waidhofen/Ybbs, absolvierte den Zivildienst in Amstetten und studierte Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz sowie im Priesterseminar „Leopoldinum“ der Diözese St. Pölten. 2018 wurde Eiginger Pfarrpraktikant und später Diakon in den Pfarren Nöchling und Dorfstetten. Im Vorjahr wechselte er in die Pfarren Scheibbs und St. Georgen/Leys und empfing am 10. Oktober die Priesterweihe, seither ist er Kaplan.

Die Betreuung der Ministranten sei Kaplan Eiginger, der auch ehrenamtlicher Rettungssanitäter beim Roten Kreuz Amstetten ist, besonders wichtig.

Kitzbühler wird neuer Pastoralassistent. Mit Oliver Fontanari kommt auch ein neuer Pastoralassistent in die Pfarre Zwettl. Der 53-Jährige kommt aus Kitzbühel (Tirol) und war nach seinem Studium bereits Pastoralassistent in den Pfarren Bischofshofen, Saalfelden und Kitzbühel. Fontanari, der, wie er selbst sagt, erst als Erwachsener zum Glauben gefunden hat, seien deshalb jene Menschen besonders wichtig, die noch nicht zu Gott gefunden haben.

Unterstützt wird dieses neue Führungstrio von Schwester Gabriele Bernhard, die bereits über vier Jahre als Pfarrsekretärin tätig ist.

Schwester Karina wirkt in Peru. Abschied nehmen heißt es nicht nur von Pfarrmoderator Thomas Kuziora, der am vergangenen Wochenende seine letzten Gottesdienste in Zwettl gefeiert hat, sondern auch von Schwester Karina Beneder, die sich dazu entschieden hat, ihr Wirken nach Tarma in den Anden in Peru zu verlegen. Die Franziskanerin hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten Hilfsbrücken zwischen dem Waldviertel und Ghana sowie Peru gebaut. Für dieses Engagement wurde sie im April mit dem Papst-Leo-Preis 2021 für Verdienste um die Katholische Soziallehre ausgezeichnet.