Bezirk Zwettl: Adventkranz, Nikolaus und Co.

Trotz Lockdowns werden besinnliche Zeit gefeiert und Traditionen aufrechterhalten.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 04:18
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8242818_zwe48darueber_nikolo.jpg
Robert Sulm schlüpft auch heuer wieder für die Kinder ins Nikolauskostüm.
Foto: Archiv

Zur Adventzeit gehören zahlreiche Traditionen. Durch den Lockdown wird deren Ausübung wieder einmal erschwert, doch lässt man sich das Feiern dieser besinnlichen Zeit nicht nehmen.

Anzeige

Die kirchlichen Messfeiern können heuer zumindest, anders als in den ersten Lockdowns, abgehalten werden. „Es gelten Maskenpflicht und zwei Meter Abstand in der Kirche“, erwähnt Ottenschlags Pfarrmoderator Andreas Hofmann. Darauf, dass der Nikolaus die Pfarre in Kirchschlag besucht, muss man aber leider verzichten.

Nikolausbesuch ist erlaubt

Auf den Nikolausbesuch nicht verzichten müssen die Kinder in Bad Traunstein und Grafenschlag. Hier wird Robert Sulm wie jedes Jahr in das Kostüm schlüpfen. Den Bart hat er in den vergangenen drei Monaten dafür bereits wachsen lassen. Er wird sich als Nikolaus am 5. Dezember in der Kirche in Bad Traunstein einfinden und am Nikolaustag in Grafenschlag. Geimpft und genesen darf er dabei auch auf die Maske verzichten. „Ein Nikolaus mit der Maske überm Bart würde nichts gleich schauen“, ist er darüber erfreut und zudem glücklich, heuer wieder persönlich zu den Kinder sprechen zu können, obwohl auch das Video im letzten Jahr gut angekommen sei.

In Schwarzenau wird der Nikolausbesuch von den Kinderfreunden organisiert. „Wir haben wegen des Lockdowns lange überlegt, ob wir es machen sollen“, erzählt Doris Widhalm. Lässt man Traditionen ein paar Mal ausfallen, würden jedoch vor allem die ganz jungen Kinder diese nicht kennenlernen. Man wird also die Familien besuchen, jedoch nicht ins Haus gehen. Die Freude darüber ist groß. „In kürzester Zeit nach einem Posting hatten wir schon 15 Anmeldungen“, sagt Widhalm.

Groß Gerungs‘ Bürgermeister Maximilian Igelsböck wird den Advent mit seiner Gattin alleine zuhause feiern. „Da Veranstaltungen ausfallen, wird es ruhiger und familiärer“, meint Igelsböck. Jeden Sonntag eine Kerze am Adventkranz anzuzünden, ist dabei natürlich wie jedes Jahr Tradition. „Wir werden Kontakte vermeiden. So wird der Advent vielleicht einmal wirklich zu jener ruhigen Zeit, die er eigentlich sein sollte“, sagt Igelsböck.

Auch Bezirkshauptmann Michael Widermann spricht vom Rückbesinnen auf die Zeit der Ruhe und Besinnung. „Große gemeinsame Adventfeiern fallen aus, so verlagert sich viel in den privaten Bereich“, erwähnt er. Als Bezirkshauptmann kommt er seit Corona der Arbeit auch am Wochenende nicht aus. Die Zeit, um zuhause den Advent zu feiern, müsse man sich jedoch nehmen. „Man braucht auch ein bisschen Ruhe, um sich dann wieder frisch ins Getümmel stürzen zu können“, meint Widermann.

"Der Advent beginnt bei uns mit Adventkranzbinden oder heuer wurde er in Schwarzenau gekauft. Geschmückt haben wir ihn selbst", erzählt Sonnentor Gründer Johannes Gutmann. Dann wird jeden Sonntag gesungen und eine neue Kerze am Kranz entzündet. Wunschbriefe ans Christkind werden geschrieben, Sterne gebastelt und gemeinsam gespielt und gelacht. Außerdem sagt Gutmann: "Beginnend mit dem ersten Dezember wird jeden Tag ein Türchen am Adventskalender mit Tee, Schoko, Marmelade und Gewürzen geöffnet oder gemeinsam gebacken."

Umfrage beendet

  • Adventkranz, Nikolaus und Co.: Freut ihr euch schon auf Weihnachten?