Dachreparaturen nach Hagelunwetter: Halbe Stadt in Provisorium

Erstellt am 26. Januar 2022 | 04:32
Lesezeit: 3 Min
Hagel Symbolbild
Symbolbild
Foto: Andrey Solovev/shutterstock.com
Ohne Pause wird bei jedem Wetter Zug um Zug an den Hagelschäden in Allentsteig gearbeitet.
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Wie der NÖ Landesinnungsmeister der Dachdecker, Spengler und Glaser, Friedrich Sillipp aus Zwettl/Moidrams, vor einem halben Jahr angekündigt hat, sind nach dem Hagelunwetter am 24. Juni 2021 noch zahlreiche Dächer in Allentsteig mit Planen provisorisch abgedeckt. Die Firmen arbeiten trotz Minusgraden und Schnee unermüdlich weiter. Auch aus Tirol sind Dachdecker vor Ort.

In Allentsteig gibt es laut Gebäuderegister 930 Gebäude. Nach dem Hagelunwetter gingen bei der Gemeinde 550 Schadensmeldungen ein. „Somit wurden 60 Prozent aller Dächer beschädigt. Wir haben jetzt erhoben, wie es sieben Monate später aussieht“, betont der Bürgermeister, der allen Firmen, die von Beginn der Sanierungsarbeiten an in Allentsteig tätig sind, für ihren Einsatz dankt. „Viele haben Aufträge, die schon fixiert waren, verschoben, um der Bevölkerung von Allentsteig zu helfen.“

Aktuell seien noch 33 Dächer kaputt bzw. noch nicht saniert. Bei 18 Häusern steht derzeit ein Gerüst. 46 Häuser sind nur mit Planen und Holzlatten für den Winter gesichert. „Insgesamt sind also 97 Dächer der 550 noch nicht (vollständig) repariert.“ Mit einer gewissen Schwankungsbreite müssten somit noch 20 Prozent der betroffenen Dächer repariert oder erneuert werden. „Durch die Schadenskommission, die sofort nach dem Hagelunwetter tätig geworden ist, wurde ermittelt, dass fast alle Hauptwohnsitzer gegen Hagelschäden versichert sind und dadurch auch die Schäden geltend machen konnten. Bei den Nebenwohnsitzern sieht das anders aus“, betont Koppensteiner. Er hofft, dass die Planen bis zum ersten Jahrestag dieser Unwetterkatastrophe verschwunden sein werden – auch auf den Dächern der gemeindeeigenen Gebäude.

„Was geleistet wurde, ist enorm“

Landesinnungsmeister Silipp ist stolz auf „seine“ Spartenangehörigen: „Was hier geleistet wurde, ist wirklich enorm. Die Firmen waren extrem schnell vor Ort, sind auch bei Kälte und Schnee im Einsatz und arbeiten ohne Pause Dach für Dach ab.“ Der Wunsch von Koppensteiner, dass im heurigen Juni die Planen in Allentsteig verschwunden sein sollen, könne sich durchaus erfüllen, aber nur, wenn das Wetter mitspiele.

Lob für die Firmen, die mit vollem Elan nach wie vor auf den Dächern arbeiten, gibt es. Mit der Arbeit „seines“ Dachdeckers, der Firma Lenz aus Groß Siegharts, ist zum Beispiel auch Franz Bendinger sehr zufrieden: „Trotz aller Wetterkapriolen wird fleißig gearbeitet. Das ist alles keine Selbstverständlichkeit, da geht es vor allem um Hilfe für den Nächsten.“

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