Gemeinderatssitzung in gewohnter Runde. Vor verspäteter Konstituierung brachte Allentsteiger Rat noch wichtige Projekte auf Schiene. Rechnungsabschluss muss warten.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 19. Mai 2020 (08:56)
Gemeinderätin Eva Kainz, Stadtrat Alois Kainz, Bürgermeister Jürgen Koppensteiner, Stadträtin Elisabeth Klang, Vizebürgermeister Georg Marksteiner, die Gemeinderäte Sonja Schindler, Heidelinde Dobrovolny, Rainer Klang, Stadtrat Ewald Gamper, die Gemeinderäte Martin Hiemetzberger, Manfred Zipfinger, Horst Strasser, Stadtrat Franz Edinger und Gemeinderat Erich Pfeisinger.
NÖN

Vier Monate nach der Gemeinderatswahl musste vergangene Woche der Allentsteiger Gemeinderat nochmals in alter Besetzung ran. Wegen der Wahlanfechtung der Bürgerliste samt folgender Coronakrise, die Gemeinderatssitzungen verunmöglichte, verzögerte sich die Konstituierung des neuen Gemeinderats um mehrere Wochen – diese wurde nun am Montag durchgeführt. Davor fällte aber noch der „alte“ Rat wichtige Beschlüsse.

Die Sitzung sei sehr harmonisch verlaufen, berichtet Bürgermeister Jürgen Koppensteiner – allerdings auch sehr ungewöhnlich. Um die Sicherheits- und Abstangsregeln wegen der Corona-Pandemie im Sitzungssaal einhalten zu können, kamen nämlich nicht alle Mandatare. Gemäß der Kräfteverhältnisse waren 14 statt der sonst 19 Mandatare anwesend.

„Das war alles im Vorhinein mit den Fraktionen abgesprochen, hat einwandfrei funktioniert“, informiert Stadtamtsdirektor Andreas Nachbargauer. „Mit 13 Mandataren hätte der Gemeinderat die Beschlussfähigkeit gehabt, das war um ein Mandat abgesichert.“

Neues Siedlungsgebiet in zweiter Phase

Der wichtigste und dringlichste Beschluss waren die Vergaben der Erd-, Baumeister und Installationsarbeiten für die Abwasserbeseitigungsanlage und Wasserversorgungsanlage Allentsteig. Diese betreffen die Erweiterung der neuen Siedlungsgebiete „Am Schlossblick“ und „Am Sonnenhang“. Die Arbeiten mit einem Auftragswert von über 1 Million Euro wurden einstimmig an die STRABAG vergeben. Nach der Umwidmung vor zwei Jahren ist damit also die zweite Phase der Siedlungserschließung eingeläutet.

Im Bereich Straßenbau wurden Sanierungsvorhaben auf Landesstraßen im Gemeindegebiet für 35.000 Euro beschlossen. Für Sanierungen von Güterwegen werden 25.000 Euro in die Hand genommen.

Noch kein Thema war in der ersten Sitzung nach Corona der Rechnungsabschluss 2019. „Dieser wird dann in der ersten Arbeitssitzung des neuen Gemeinderates auf der Tagesordnung stehen“, kündigt Nachbargauer an.